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Härtetests anstatt Spaziergänge

(mf) Der womöglich längste Renntag der jüngeren Vergangenheit erwartet die Besucher in Berlin-Mariendorf am Sonntag, dem Tag der Derby-Vorläufe für Hengste und Wallache. Die 15 auf der Karte stehenden Rennen (erster Start: 13.00 Uhr) erfahren durch den Derby-Talk um 11.30 Uhr ein „warm-up“ und in der zweiten Hälfte der Veranstaltung durch die Verabschiedung des Klasse-Hengstes Cash Hanover sowie die Auslosung der Startplätze für das 126. Deutsche Traber-Derby zwei weitere Zeit benötigende Einlagen, so dass die letzte Prüfung erst gegen 20.00 Uhr gestartet wird. Sind die Derby-Vorläufe das sportliche Highlight, befassen sich die Wetter vorrangig mit einer V7, die über die Rennen 9-15 läuft und eine Garantieauszahlung von 30.000 Euro (inkl. 9.290 Euro Jackpot) offeriert.

Anders als bei den Stuten am Tag zuvor sind die vier Derby-Vorläufe mit insgesamt 31 Startern durchaus offen. Im 1. Vorlauf (5. Rennen) kann man sich Lucky Steel (Dion Tesselaar, Nr. 1) ebenso als Sieger vorstellen wie das Nimczyk-Duo Jimmy Ferro BR (Michael Nimczyk, Nr. 5) und Waldgeist (Robbin Bot, Nr.6), der in den Farben des Gestüt IDEE antritt. Um den vierten Finalplatz könnten sich drei oder sogar vier Pferde streiten, die aber auch etwas weiter vorn denkbar sind.

Der 2. Vorlauf (7. Rennen) ist äußerst brisant besetzt: Der erklärte Derby-Favorit Usain Lobell (Robin Bakker, Nr. 7) trifft auf den ungeschlagenen und im Pferdewetten.de-Wettmarkt an zweiter Stelle rangierenden Grand Ready Cash (Dion Tesselaar, Nr. 1). Vier der übrigen fünf Teilnehmer treten als frische Sieger an, darunter auch der in Schweden trainierte Ares B (Conrad Lugauer, Nr. 5), so dass die weiteren Finalplätze umkämpft sein werden.

Im 3. Vorlauf (9. Rennen), mit dem die Jackpot-V7 beginnt, sieht es gut für die einheimischen Quartiere aus. Zu Favoritenehren könnten der Bayer Teatox (Rudolf Haller, Nr. 2) oder der Westdeutsche Midsommer records (Michael Nimczyk, Nr. 1) kommen, die beide noch nie außerhalb der Geldränge waren. Nach einem Handwechsel hat sich die Berliner Hoffnung Trixton (Thomas Panschow, Nr. 5) gleichfalls ins Gespräch gebracht, und auch jeder andere Teilnehmer in diesem besonders offen wirkenden Vorlauf kann sich Hoffnungen zumindest auf den so wichtigen vierten Platz machen.

Der abschließende 4. Vorlauf (11. Rennen) bietet das Duell des erst beim fünften Start der Laufbahn erstmals bezwungenen Days of Thunder (Thorsten Tietz, Nr. 6) gegen die einzige Stute im „großen“ Derby Riet Hazelaar (Dion Tesselaar, Nr. 1), während auch hier nahezu jeder andere auf eine gute Platzierung spekulieren kann.