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Millionen-Jackpot bei der Solänget-V75

(mf) Wer die schwedische Landkarte vor Augen hat, weiß wo die am Sonnabend die Jackpot-V75 veranstaltende Bahn Solänget liegt: Ziemlich weit oben, weiter nördlich gibt es abgesehen von Umea, Skelleftea oder Boden nicht mehr viel Trabrennsportliches. Die zunehmende Entfernung zu den führenden Rennbahnen in Solvalla, Jägersro oder Aby bedeutet meist auch, dass die sportliche Qualität dann nicht mehr ganz so ausgeprägt ist. Die Rennen sind nicht selten schwerer zu „lesen“, und in Kombination mit rund zwei Millionen im V75-Jackpot kann sich der Sonnabend möglicherweise lukrativ entwickeln.

Ob dem wirklich so ist, zeichnet sich womöglich in den ersten drei Rennen der wie fast immer Punkt 16.20 Uhr beginnenden V75 ab. Denn hier starten vermutlich die drei einzigen Favoriten, die auf den Wettscheinen im Bereich von 50 % oder mehr vertreten sein sollten. Zum Auftakt ist es der Kaltblüter Manlykke A.M. (Nr. 6, Gunnar Melander), der nach Gesamtform klar heraussteht. Aber Achtung: Bei den letzten vier Auftritten hat das sieggewohnte Duo gleich zweimal, jeweils in Östersund, nicht gewonnen, und dabei einmal auch als 11:10-Favorit eine richtige „krachende Niederlage einstecken müssen. Zuletzt war der auch diesmal antretende Tangen Harp (Nr. 8, Erik Adielsson) vor ihm.

In V75-2 ist Santos de Castelle (Nr. 7, Örjan Kihlström) das gemeinte Pferd, doch Vorsicht ist auch hier geboten: Nach dem Finalsieg in der Klasse II ist die Gewinnsumme für diese Kategorie zu hoch geworden und es gilt, eine Klasse höher in der Erfolgsspur zu bleiben.

Auch in V75-3 sitzt „Iceman“ Kihlström (Foto) hinter dem Favoriten, der Seismic Wave heißt und erstmals in der Golddivision antritt. Wer allerdings für gut genug befunden worden war, Ende Mai im Elitloppet anzutreten, muss so eine Aufgabe lösen können, zumal der Sieg in 1:10,0/1.609 m in Färjestad nach vier Monaten Pause eine spektakuläre Rückmeldung war. Wer Zweifel sucht, findet sie darin, dass die zwei Jahre älteren Mindyourvalue W.F. (Nr. 2, Robert Bergh) und Milligan’s School (Nr. 5, Ulf Eriksson) auf Gold-Niveau schon längst erprobt sind und immerhin die vier- bzw. achtfache Gewinnsumme aufweisen.

Sollte einer der drei klaren Favoriten in den ersten drei V75-Rennen nicht gewinnen, beginn die schwedischen Königswette spannend zu werden, scheitern zwei oder gar alle drei des Trios, könnten sich die Gewinnerwartungen schnell im sechsstelligen Euro-Bereich wiederfinden. Die weiteren vier Prüfungen müssen nämlich ohne Pferde mit ähnlichen Prozentzahlen auskommen, womit die Wahrscheinlichkeit auf den einen oder anderen echten Außenseitererfolg sprunghaft ansteigt.