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„Hexer“ Verbeeck ist Favorit beim Franzosen-Finale in Mons

(mf) Knapp eine Stunde nach Ende des Breeders Crown-Sonnabends in Berlin-Mariendorf geht es auch rund 800 km westlich um viel Geld und Ehre. Im belgischen Mons treten Punkt 18.45 Uhr 13 Franzosen im Finale ihrer Tour Européenne an. Alle drei Sieger, die auf den vorangegangenen Etappen in Wolvega, Avenches, Son Pardo und Gelsenkirchen gewonnen haben, sind wieder mit von der Partie und streiten sich mit dem Rest des Feldes um 100.000 Euro und somit den doppelten Etappen-Rennpreis.

Als Favorit muss Feydau Seven (Nr. 6, Jos Verbeeck) aus dem Trainingsquartier von Jean-Michel Bazier gelten, der selbst bekanntlich wenig Interesse an Auftritten im Ausland hat. Schon in Wolvega und Mons steuerte der „Hexer“ nicht zuletzt dank souveräner Fahrership den sechsjährigen Hengst zum Erfolg. Die Balearen-Etappe ging etwas überraschend an den ein Jahr älteren Eclat de Gloire (Nr. 3, Loris Garcia), während sich in Gelsenkirchen der gleichfalls dem Jahrgang 2014 entstammende Express Jet (Nr. 8, Gabriele Gelormini) nahezu sensationell durchgesetzt hatte. Da der Hengst damals auch von einem überragenden Vortrag von Thomas Panschow profitierte, gilt als unwahrscheinlich, dass er den Coup mit der diesmal weitaus schlechteren Nummer wird wiederholen können. Die Ausgangsposition könnte auch für den in Gelsenkirchen auf dem Ehrenplatz gefallenden Cyriel d’Atom (Nr. 13, Hanna Huygens) zum Problem werden, doch sollten die sieben Treffer, die der Neunjährige in den letzten 12 Monaten auf Belgiens wichtigster Bahn erzielt hat, nicht gänzlich übersehen werden.

In der Gesamtwertung führt Feydau Seven mit 31 Zählern knapp vor Express Jet (28) und Eclat de Gloire (26), was nicht unwichtig ist, denn der Titel „Tour-Sieger“ gewinnt angesichts der über die Jahre stetig gestiegenen Qualität der Teilnehmer zunehmend an Bedeutung. Nicht nur für die Besitzer geht es aber um viel, auch die Fahrer und Trainer können im Rahmen einer Punktwertung zusätzlich Kasse machen. Bei den Piloten liegt dank der beiden Etappensiege Jos Verbeeck (36 Punkte) klar an der Spitze vor Loris Garcia (25) und Jeremy van Eeckhaute (20), so dass er die 7.500 Zusatz-Euros fast schon gedanklich verbuchen kann, während es bei den Betreuern knapper zugeht. Jean-Michel Bazire (31) muss schon auf den Sieg seines Schützlings hoffen, um Virginie Moquet (29) und Thomas Malmqvist (28) auf Distanz zu halten.