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Mammutfeld und der Elitloppet-Sieger im Prix de Bourgogne am Sonntag – Drei weitere Tickets für den “Amérique”

(dip) Mit einem regelrechten Paukenschlag startet das Vincenner Rennjahr 2022 in die neue Saison. Gleich am zweiten Tag des neuen Jahres werden im “Prix d`Amérique Races Zeturf Q5” – oder schlicht und ergreifend im “Prix de Bourgogne” – (Gruppe II, 120.000 €, 2100 Meter) drei weitere Fahrkarten für das wichtigste Trabrennen der Welt vergeben, das am letzten Januar-Sonntag ebenfalls auf dem plateau de Gravelle stattfinden wird. Mit insgesamt 18 Pferden wurde die maximale Anzahl von möglichen Teilnehmern erreicht, wobei die beiden Sieger aus den ersten beiden “B”-Rennen diesmal allerdings nicht mit dabei sind. Dies ist insofern von besonderer Bedeutung, als dass es nun auch tatsächlich drei Qualifikationsplätze geben wird und nicht wieder nur zwei, was bei einer Teilnahme von Superstar Face Time Bourbon nahezu unvermeidlich gewesen wäre. Eine weitere Besonderheit dieses Rennens ist die Distanz. Als einziges, der insgesamt vier Rennen aus der B-Serie, wird der “Bourgogne” über den kurzen Weg von 2100 Meter und zudem als Autostart-Prüfung entschieden. Insofern ist die Starterflut in diesem Rennen auch wenig verwunderlich, da speziell die italienischen und auch schwedischen Pferde mit diesen Gegebenheiten bestens vertraut sind und ihre Chancen dort mutmaßlich auch besonders groß sein dürften. Von daher darf ein interessanter und auch relativ offener “Prix de Bourgogne” erwartet werden, in dem angesichts der kurzen Strecke natürlich auch die Startpositionen eine besonders wichtige Rolle spielen. Im vor exakt einer Woche gelaufenen “Prix Ténor de Baune”, belegten nicht weniger als sieben Pferde aus der ersten Startreihe die ersten acht Ränge. Auch im letztjährigen “Bourgogne” gingen immerhin die ersten vier Plätze an Teilnehmer aus der ersten Reihe, so dass ein gewisser Vorteil für die Pferde mit den Nummern 1 bis 9 auf dieser Sprintstrecke kaum ernsthaft zu leugnen ist. Und wie es der Zufall, bzw. die Losfee  will, ist ein Großteil der Protagonisten des Vorjahres auch dieses Mal wieder mit überwiegend guten Ausgangspositionen für den Kampf um die begehrten “Amérique”-Eintrittskarten ausgestattet. Vor einem Jahr sicherte sich 7 VIVID WISE AS (Eric Raffin) mit dem zweiten Platz hinter Face Time Bourbon das optimale Ergebnis. Da der Titelverteidiger und auch Stallgefährte von Vivid Wise As diesmal fehlt, nimmt Frankreichs Champion Eric Raffin nun hinter dem italienischen Top-Sprinter Platz. Distanz und auch die große Vincenner Bahn sind nahezu perfekt für den Italiener, und auch mit der 7 kann er angesichts seiner extremen Startschnelligkeit sicher leben. Mit der Vorjahres-Dritten 1 DELIA DU POMMEREUX (David Thomain), sowie dem damals nur knapp dahinter anschlagenden 3 DAVIDSON DU PONT (Nicolas Bazire) sind zwei weitere potenzielle Kandidaten für einen der begehrten Podiumsplätze nahezu optimal aufgestellt. Die ganz innen hinter dem Flügel abgehende Stute unternahm unlängst einen ersten Versuch in einem Trabreiten, der allerdings alles andere als zufriedenstellend ausfiel, so dass es kaum verwunderlich ist, dass die Stute nun wieder in ihrer Spezialdisziplin aufgeboten wird. Der von Jean-Michel Bazire vorbereitete 3 DAVIDSON DU PONT  ist bereits über seine hohe Gewinnsumme für den letzten Januar-Sonntag qualifiziert, so dass der “Amérique”-Zweite der letzten beiden Jahre dieses Rennen quasi zu einer Art Testlauf nutzen kann. Bereits in den letzten beiden Jahren hat es der französische Rekord-Champion Jean-Michel Bazire exzellent verstanden, seinen Crack für den “Tag X” perfekt einzustellen. Nimmt man den für Sonntag gewählten Beschlag jedoch als Maßstab (der Hengst geht komplett beschlagen ins Rennen, lediglich an den Vordereisen ist er “plaqué”), dürfte dieses Rennen aber noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Mit 8 ZACON GIO (Alexandre Abrivard) ist ein weiterer Bazire-Schützling am Start, dem man speziell auf dieser Stecke die direkte Qualifikation zutrauen darf. Der vom deutschen Trainer Holger Ehlert in Italien zu einem absoluten Top-Star geformte Zacon Gio, der vor zwei Jahren in Yonkers/USA den mit umgerechnet etwa 1 Million Euro dotierten “International Trot” gewann und darüber hinaus der einzige Traber weltweit ist, der Face Time Bourbon bereits zweimal bezwingen konnte, hat mit der 8 ebenfalls noch eine Nummer in der ersten Startreihe erwischt. Sein Fahrer Alexandre Abrivard soll den Italiener, der vor drei Wochen im “Bourbonnais” schon stark lief, dort aber den undankbaren vierten Platz belegte, auch im “Amérique” steuern, was durchaus als gutes Omen für Zacon Gio betrachtet  werden darf. Der letzte Teilnehmer, den Abrivard für Bazire im “Amérique” fuhr, war 2019 der norwegische Hengst Looking Superb – und der wurde letztlich nur ganz knapp von der unvergessenen Bélina Josselyn geschlagen. Aus Schweden reist der amtierende “Elitloppet”-Sieger 4 DON FANUCCI ZET (Foto, Örjan Kihlström) an, für den es bei der Startplatz-Auslosung  kaum besser hätte laufen können. Der schwedische Hengst mit der rein amerikanischen Abstammung betritt mit drei Siegen im Gepäck erstmals französischen Boden und sollte gleich gute Chancen für einen Platz auf dem Treppchen geltend machen. Fahrer des Hengstes ist, wie schon bei seinem Elitloppet-Sieg im Mai, der schwedische Top-Fahrer Örjan Kihlström, der im Jahre 2014 mit dem Hengst Maharajah sogar schon einmal den “Prix d`Amérique” gewinnen konnte. Mit 2 COKSTILE (Gabriele Gelormini) ist auch der Elitloppet-Sieger des Jahres 2020 am  Sonntag mit dabei. Der für italienische Farben antretende norwegische Hengst träumt ebenfalls noch von einer Teilnahme im Millionen-Rennen am letzten Januar-Sonntag, wozu dieses Qualifikationsrennen sicherlich deutlich eher dienen dürfte, als der noch anstehende “Prix de Belgique” in zwei Wochen. Auch Cokstile ist nämlich ein Freund der kurzen Distanz und mit der guten Ausgangsposition kann bei passendem Verlauf hinsichtlich der ersten drei Plätze vielleicht tatsächlich etwas gehen. Besonderes Interesse wird zudem ganz sicher auf 14 GU D`HERIPRE (Franck Nivard) liegen, ist der Hengst doch niemand Geringerer, als der noch amtierende Prix d`Amérique-Dritte. Nach einer langwierigen Verletzung an einem seiner Hinterbeine hat der Hengst allerdings nahezu ein dreiviertel Jahr aussetzen müssen und meldet sich nun erstmals wieder seit dem Frühjahr zurück.
pferdewetten.de – Tipp: 7 VIVID WISE AS – 4 DON FANUCCI ZET – 8 ZACON GIO  chancenreicher Außenseiter: 1 DELIA DU POMMEREUX