DrĂŒcken Sie „Enter“, um den Inhalte zu ĂŒberspringen

Die Magie des Wettens

Wetten sind von außen betrachtet ein Mysterium, eine Welt fĂŒr sich mit eigenen Spielregeln und einer eigenen Ordnung. Doch so geheimnisvoll dieses Wunderwerk auch daherkommt, so abstrakt ist es eigentlich gar nicht. Und das ist es, worum es im heutigen Artikel gehen soll: Die Welt des Wettens ist viel mehr als etwas Nebulöses und Abstraktes, es ist ein Hobby, das mit seinem Nervenkitzel und dem GemeinschaftsgefĂŒhl untereinander sicherlich mit kaum einer anderen FreizeitbeschĂ€ftigung zu vergleichen ist. NatĂŒrlich begegnen dem Wetter (leider) immer noch viele Vorurteile, dabei hat das Wetten fĂŒr mich eher Eventcharakter. Ich gehe auf die Rennbahn, zum Buchmacher oder schaue gemeinsam mit Freunden und Familie den Livestream.

LĂ€ngst ĂŒberholt ist auch die Metapher vom sogenannten Zocker, der heimlich still und leise sein Erspartes auf den Kopf haut. Das beweist eine einfache Rechnung: Ein Besuch im Fußballstadion kostet inklusive Stehplatz, Bier und Bratwurst um die 50 Euro. Das unterscheidet sich wenig von einem Besuch auf der Rennbahn oder einem gemĂŒtlichen Sonntagnachmittag vor dem Livestream. Beides, egal ob Rennbahnbesuch oder Fernsehnachmittag, wird zum Event, bei dem man schon vorher (wie eben auch beim Stadionbesuch) fest von einem ausgegebenen Betrag ausgeht. Anders als im Stadion kann man beim Wetten aber nachher sogar mit einem Plus rausgehen. Es ist das Public Viewing 2.0 und kann, wenn man mit einer gewissen Leichtigkeit damit umgeht, ein Highlight fĂŒr die gesamte Familie sein. So tauscht man sich aus, trifft Freunde, lacht und Ă€rgert sich gemeinsam oder analysiert die Rennen bis ins kleinste Detail, um allen anderen beim nĂ€chsten Start eine NasenlĂ€nge voraus zu sein.

Anders als beim Fußball hat Wetten hierzulande aber noch einen großen positiven Nebeneffekt. Jede Wette unterstĂŒtzt nĂ€mlich unseren wunderbaren Sport, wie zum Beispiel in Form von Rennpreisen. Also fließt sogar jede verlorene Wette zurĂŒck in den Pool, aus dem sich der Galopprennsport finanziert und damit genaugenommen jedes einzelne Pferd, jeden Trainer, jeden Jockey und die Rennvereine.

Ich selbst gebe zu, dass ich ein ganz bestimmter Wett-Typ bin. Und zwar setze ich ungerne auf den Favoriten. Ich denke ja immer, dass ich schlauer bin als alle anderen und etwas gesehen habe, das sonst keiner gesehen hat. Deswegen wette ich am liebsten auf die Außenseiter und Pferde, die lang am Toto stehen. Wenn dann mal so ein Außenseiter nach Hause kommt, ist das fĂŒr mich eine BestĂ€tigung meiner Strategie. Das ist es auch irgendwie, worum es mir beim Wetten geht: Ich möchte beweisen, dass ich das kleine bisschen mehr Wissen habe, das QuĂ€ntchen, das anderen fehlt. Deswegen wette ich gegen den Toto-Favoriten, gegen die Sport-Welt oder andere Prognosen. Das ist meine Wett-Politik.

Passend dazu habe ich einen Wett-Tipp fĂŒr alle Leser: Am Mittwoch kommt im ersten Rennen in Cagnes sur mer (Startzeit 13:55 Uhr) Stefan Richters Total Knockout an den Start. NatĂŒrlich sieht das Rennen auf dem Papier monstermĂ€ĂŸig schwer aus. Trotzdem: Er wird lang am Toto stehen und ich habe euch meine Wett-Politik ja bereits erklĂ€rt. Die Magie des Wettens könnte ja auf meiner Seite sein. Meine Meinung.