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Mittwoch: Gruppe III-Rennen in Angers als Quinté

(dip)  Exakt eine Woche vor der zweiten Etappe zum Grand National du Trot (GNT) ist die westfranzösische Stadt Angers auch schon am kommenden Mittwoch Schauplatz der wichtigsten französischen Trabrennveranstaltung des Tages. Gleich zum Auftakt, der aus insgesamt acht Rennen bestehenden Nachmittagskarte, wird sich ein sechzehnköpfiges Teilnehmerfeld im “Grand Prix Angers Loire Metropole” (Gruppe III, 64.000 €, 3100 Meter) auf dem dortigen Rechtskurs versammeln, um die aus zwei BĂ€ndern gestartete Aufgabe in Angriff zu nehmen. Dabei werden sich sowohl im ersten Band, als auch in der mit 25 Meter weiter ins Rennen geschickten zweiten Gruppe des Feldes, jeweils acht Kandidaten wiederfinden, so dass zumindest zahlenmĂ€ĂŸig fĂŒr ein Gleichgewicht gesorgt wird. Ob allerdings auch im Rennen von einer Art Chancengleichheit gesprochen werden kann, bleibt zunĂ€chst abzuwarten, denn im qualitativ ausgesprochen gut besetzten Zulagenband finden sich einige prominente Namen wieder, denen man nicht zuletzt aufgrund ihrer Leistungen im Wintermeeting zutrauen muss, diese Aufgabe meistern zu können. Dass so etwas nicht nur in der Theorie, sondern tatsĂ€chlich auch praktisch möglich ist, beweist ein Blick auf das Vorjahresergebnis. Vor zwölf Monaten kam der Sieger (Bugsy Malone) dieses Rennens sogar aus dem dritten Band und ließ sich auch von 50 zusĂ€tzlichen Metern nicht aufhalten.

Bazire-Doppelspitze


Zwei, der erwĂ€hnten vierbeinigen Stars dieses Rennens, entstammen dem Trainigsquartier von Jean-Michel Bazire. Der “maĂźtre” selbst hat sich dabei fĂŒr den “Prix de Belgique”-Sieger 16 FEYDEAU SEVEN (Jean-Michel Bazire) und somit zwangsweise gegen die im selben Rennen als Dritte ĂŒber die Linie gelaufene 15 REBELLA MATTERS (Nicolas Bazire) entschieden. Beide blicken auf ein alles in allem gelungenes Wintermeeting zurĂŒck, wobei speziell die Stute nahezu immer als dritte Farbe des Stalles in diese zum Teil sogar deutlich anspruchsvolleren Aufgaben geschickt wurde, wodurch die vielen guten Platzierungen noch weiter aufgewertet werden. Hier ist es fĂŒr die SiebenjĂ€hrige insgesamt gesehen wieder um einiges angenehmer, womit ihre Aussichten trotz ungewohnter Hand automatisch wieder steigen. Auch Feydeau Seven trifft es hier im Schnitt wieder leichter an, als in den letzten Wochen und Monaten. Erneut offensiv ausgerichtet, darf sich der Hengst, der allein schon durch die Wahl des Trainers empfohlen und damit indirekt mit einem Hinweis ausgestattet ist, trotz diesmal eher ungewohnt langer Distanz, guten Gewissens mit in den Kreis der SieganwĂ€rter einordnen lassen.

Starke Zulagenpferde


Mit 14 ELVIS DU VALLON (David Thomain) ist ein weiterer Kandidat aus dem zweiten Band mit dabei, dem, wenn es nach seinem Trainer geht, einiges zuzutrauen ist. Der Hengst gilt als Allrounder und ist auf nahezu allen Distanzen und BelĂ€gen einsetzbar, was er u.a. im vergangenen Jahr durch seinen Sieg in Craon unter Beweis stellte, als er die Abschlussetappe der französischen Grasbahn-Serie (TrophĂ©e vert) fĂŒr sich entschied. UrsprĂŒnglich waren auch in diesem Jahr wieder Auftritte auf Gras fĂŒr ihn vorgesehen und die zweite TrophĂ©e vert-Etappe am Ostersonntag in Ecommoy war bereits fest in den Arbeitsplan des Wallachs verankert. Trainer Charles Cuiller warf dann aber die zunĂ€chst vorgesehenen Planungen fĂŒr seinen SchĂŒtzling relativ kurzfristig wieder ĂŒber den Haufen, um ihn stattdessen in dieser PrĂŒfung sehen zu wollen. Die GrĂŒnde dafĂŒr legte er am Wochenende in einem Interview dar: “Die LinienfĂŒhrung und das Profil der Piste in Angers kommen Elvis sehr entgegen”, so der Trainer. “Bereits im letzten Jahr lief er dort im Rahmen der GNT-Serie ein gutes Rennen. Abgesehen davon, war auch seine jĂŒngste Vorstellung mit mir in Caen sehr gut, weshalb wir den Schwung gerne fĂŒr die kommenden Aufgaben mitnehmen wollen.” Auch hinsichtlich der nĂ€chsten Auftritte ließ Cuiller keine Fragen offen: “Er befindet sich in guter Verfassung und ist anschließend fĂŒr das “CritĂ©rium de Vitesse” in Argentan am 30.April vorgesehen. Und selbst mit einem Auftritt im Mai im “Prix des Ducs de Normandie” in Caen (Gruppe II) liebĂ€ugle ich noch. Dann allerdings nur, wenn der Hengst bis dahin seine absolute Top-Form haben sollte. Gelegenheiten auf Gras wird es in diesem Jahr fĂŒr ihn schließlich noch genĂŒgend geben”. In dem von Cuiller erwĂ€hnten Rennen in Caen endete Elvis du Vallon als FĂŒnfter zeitgleich und dementsprechend knapp hinter dem Zweitplatzierten 10 CARNAVAL DU VIVIER (ClĂ©ment Duvaldestin), sowie dem auf Rang drei eingekommenen 13 CASH DU RIB (Jean-Loic Claude Dersoir). Auch sie werden beide ihren Anhang finden, zumal Carnaval du Vivier bereits im vergangenen Oktober seine Visitenkarte auf dem Hippodrome d`Eventard in Angers abgab. Damals hinterließ er bei seiner Premiere auf dieser Bahn gleich einen nachhaltigen Eindruck und unterlag nur einem besseren Pferd wie Cleangame. Mit 12 DECOLORATION (Gabriele Gelormini) kommt eine weitere, potenzielle Top 5-Kandidatin an den Start. Die schnelle, leider aber manchmal auch etwas heikle Stute, verfĂŒgt ĂŒber einiges an QualitĂ€t und kommt wie schon bei ihren letzten Starts ohne Eisen an den Ablauf, was fĂŒr sie in Angers bislang bei zwei Versuchen zu ebenso vielen Siegen fĂŒhrte. Aber auch Frankreichs Champion scheint fĂŒr diese Aufgabe gut gerĂŒstet zu sein, denn 9 EPSOM D`HERFRAIE (Eric Raffin) hat im abgelaufenen Wintermeeting nicht weniger als drei QuintĂ©-PrĂŒfungen in Vincennes in Folge gewonnen, was eine treffliche Referenz darstellt. FĂŒr ausreichend Spannung dĂŒrfte also gesorgt sein.

Neuerlicher Coup von Abrivard?


Von den Pferden, die von der Grundmarke starten werden, dĂŒrfte speziell 2 FAKIR DE L`EXCLUSE (Alexandre Abrivard) eine besondere Aufmerksamkeit bekommen. Der Wallach gilt eigentlich als Sattelspezialist und agiert in diesem Metier auch deutlich erfolgreicher als im Fahren. Nach einer fast einjĂ€hrigen Pause und einem passablen Comeback vor dem Sulky auf allerdings deutlich niedriger Ebene, wird man von ihm nun vielleicht schon etwas mehr erwarten dĂŒrfen, zumal er in der Hand eines absoluten Formfahrers antritt. Alexandre Abrivard fuhr (und ritt) bislang in diesem Jahr in der Form seines Lebens und fĂŒhrt zur Zeit mit 61 Siegen und immerhin schon elf ZĂ€hlern Vorsprung das französische Championat der Berufsfahrer an. Ein etwaiger Sieg kĂ€me vermutlich dennoch einer Sensation gleich, ein Platz in der QuintĂ© scheint hingegen prinzipiell nicht unmöglich. Zwar mĂŒsste dafĂŒr bei Fakir de l`Excluse unterwegs wirklich alles passen, doch um dies zu bewerkstelligen, könnte Abrivard in seiner aktuellen Verfassung genau der richtige Mann sein. Ähnliche, vielleicht sogar noch etwas besser Voraussetzungen könnten auf  5 CLEA MIQUELLERIE (Yoann Lebourgeouis) zutreffen. Die Stute kommt in Angers gut zurecht und trifft es im ersten Band mit einem in der Regel sehr offensiv zu Werke gehenden Fahrer nicht so wirklich schlecht an. Dies gilt mit Abstrichen auch fĂŒr den aus MontĂ©-PrĂŒfungen kommenden, allerdings auch vor dem Sulky gut einsetzbaren 6 ELVIS D`EVRON (Paul Ploquin), sowie fĂŒr 8 FUEGO DE HOUELLE (Kevin Leblanc). Der Wallach passt mit seiner Gewinnsumme soeben noch ins erste Band und bleibt zumindest fĂŒr eine kleine PrĂ€mie im GesprĂ€ch. Der Start dieser als QuintĂ© gelaufenen PrĂŒfung ist am Mittwoch in Angers fĂŒr 13.50 Uhr vorgesehen.


pferdewetten.de-QuintĂ©-Tipp:  16 Feydeau Seven – 9 Epsom d`Herfraie – 12 DĂ©coloration – 15 Rebella Matters -10 Carnaval du Vivier

chancenreicher Außenseiter: 14 Elvis du Vallon