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Freitag: Deutsches Diamanten-Duo in Vincennes

(dip) Mit gleich zwei Startern aus dem Quartier des amtierenden deutschen Z√ľchterchampions Max Schwarz (Gest√ľt MS Diamanten) darf sich die Pariser Abendkarte am Karfreitag zumindest aus Sicht der deutschen Trabrennsport-Fans einer besonderen Aufmerksamkeit sicher sein. Um tats√§chlich auch beide Sch√ľtzlinge aus der bayerischen Diamanten-Zucht verfolgen zu wollen, bedarf es bei den Zuschauern allerdings eines etwas l√§ngeren Atems, denn der Veranstalter hat sich bez√ľglich der Terminierung der beiden, vom niederl√§ndischen Erfolgscoach Paul Hagoort vorbereiteten F√ľnfj√§hrigen, alles andere als gastfreundlich gezeigt. W√§hrend Winnetou Diamant gleich zu Beginn `ran darf, muss Deutschlands Derbysieger von 2020 Wild West Diamant (Foto) bis zum Ende des Programms auf seinen Auftritt warten. Da insgesamt aber nur sieben Rennen zur Austragung kommen werden und sich die komplette Veranstaltung √ľber einen sehr ertr√§glichen Zeitraum von noch nicht einmal dreieinhalb Stunden ziehen wird, d√ľrfte sich der diesbez√ľgliche “Schmerz” in sehr engen Grenzen halten, zumal sich an einem Karfreitag auch nicht √ľberm√§√üig viele Alternativangebote anbieten, um den Abend unterhaltsam zu gestalten.¬†

Vincennes-Premiere von Winnetou

Gleich im Auftaktrennen des Abends, dem “Prix Ariel” (Course B, 59.000 ‚ā¨, 2850 Meter) betritt 3 WINNETOU DIAMANT (Robin Bakker) zum ersten Mal in seinem Leben den “temple du trot” in Vincennes. Der Wallach gewann im vergangenen Jahr nicht weniger als sechs Rennen, von denen die beiden wertvollsten Treffer in M√ľnchen-Daglfing gelangen. Neben dem Triumph im M√ľnchner Pokal im Fr√ľhjahr, landete der F√ľnfj√§hrige drei Monate sp√§ter mit dem Erfolg im prestigetr√§chtigen Bayern-Pokal einen “big point”, der ihm zugleich seinen ersten f√ľnfstelligen Siegerscheck einbrachte. Nach einer mehrmonatigen Pause stellt sich Winnetou Diamant nun erstmals wieder vor, wobei der Wallach auf die bew√§hrte Hand von Robin Bakker bauen darf. Der 38-J√§hrige Niederl√§nder gewann in den letzten zehn Jahren insgesamt sechsmal das deutsche Traberderby und brachte dar√ľber hinaus das Kunstst√ľck fertig, zwischen 2015 und 2018 sogar viermal in Folge im wichtigsten Rennen eines dreij√§hrigen Pferdes zu triumphieren. Mit Tsunami Diamant (2017) und Wild West Diamant (2020) gewann er zudem auch schon zwei Derbys f√ľr Z√ľchter Max Schwarz, weshalb die schon seit vielen Jahren erfolgreich agierende Kombination, bestehend aus Trainer Paul Hagoort und Fahrer Robin Bakker nat√ľrlich auch nach wie vor Trumpf ist. Bei seinem rentr√©e trifft Winnetou Diamant u.a. auf 8 HOBBES (Alexandre Abrivard), der bei seinem letzten Auftritt eine vergleichbare Aufgabe gegen seine Trainingsgef√§hrtin 13 HOLLYWOOD QUEEN (L√©o Abrivard) souver√§n l√∂ste und speziell auf dieses Engagement vorbereitet wurde. Hobbes, dessen Gro√ümutter die mehr als eine Million Euro schwere, vierfache Gruppe I-Siegerin Holly du Locton ist, agiert derzeit somit in √§hnlich guter Verfassung wie sein Fahrer Alexandre Abrivard, der im Moment seine mit Abstand erfolgreichste Phase in seiner bisherigen Karriere durchlebt und auch unver√§ndert das franz√∂sische Championat der Berufsfahrer anf√ľhrt. Neben den beiden Abrivards¬† sind u.a. auch die Trainer Fabrice Souloy und Jean-Michel Bazire mit jeweils zwei Pferden vertreten. Souloy bietet mit 4 BRILLANTISSIME (Franck Ouvrie) und 11 BOSTON WISE L (Franck Nivard) zwei Italiener auf, die bislang zwar wenig Angst und Schrecken verbreiteten, doch sp√§testens seit Ampia Mede SM, die im vergangenen Wintermeeting unter der Regie dieses Trainers eine geradezu atemberaubende Entwicklung nahm und regelrecht durchstartete, ist man zumindest gewarnt, wenn Fabrice Souloy mit italienischen Pferden aufschl√§gt. Aus dem Hause Bazire sind in diesem Rennen 9 HERAUT D`ARMES (Nicolas Bazire), sowie der Skandinavien-Import 10 FIRST BLOOD (Jean-Michel Bazire) mit dabei, wobei die Fahrerverteilung bereits erahnen l√§sst, wo die gr√∂√üeren Chancen liegen d√ľrften. First Blood, seinerseits unter anderem Sieger im d√§nischen Kriterium 2020, hat bereits im Rahmen der Vincenner Veranstaltung am vergangenen Samstag eine Arbeit auf dem Plateau de Gravelle absolviert, die von Bazire anschlie√üend kurz und knapp als “gut” eingestuft wurde. H√©raut d`Armes, der seine Karriere mit neun Siegen aus den ersten zehn Rennen begann, sollte nun beim zweiten Start nach der Pause weiter gef√∂rdert sein und sich vielleicht auch schon wieder von anderer Seite pr√§sentieren k√∂nnen. Mit dem frischen Enghiener Quint√©-Sieger 6 BLUE EYES BAR (Matthieu Abrivard), der in starker Hand antretenden 7 BUENA SUERTE BI (Bj√∂rn Goop), sowie der in Vincennes schon einmal siegreich gewesenen und vom Champion gefahrenen Holl√§nderin 1 KIMBERLEY`S WISH (Eric Raffin) bekommt dieses erste Rennen des Abends eine zus√§tzliche internationale W√ľrze.¬†
pferdewetten.de-Tipp: 8 Hobbes Р10 First Blood Р13 Hollywood Queen  chancenreicher Außenseiter: 6 Blue Eyes Bar 


Satteldebut von Wild West Diamant

Bereits in der letzten Saison, als auch im Jahr seines Derbysieges 2020, gab er einige vielversprechende Gastspiele in der franz√∂sischen Hauptstadt ab, so dass sein Auftritt im letzten Rennen des Freitags zwar eine h√∂chst erfreuliche, an sich aber keine √ľberm√§√üig spektakul√§re Nachricht ist. Die Tatsache aber, dass sein Name in der Starterliste eines Trabreitens auftaucht, darf hingegen schon als √úberraschung durchgehen, denn √ľber Mont√©-Erfahrung verf√ľgt 7 WILD WEST DIAMANT (L√©o Abrivard) zumindest in offiziellen Rennen bislang noch nicht. Als Vorteil f√ľr seine Sattelpremiere darf dabei ohne Zweifel das recht kleine Teilnehmerfeld angesehen werden, denn f√ľr den “Prix Beaumanoir” (Course A, 70.000 ‚ā¨, 2700 Meter) wurden letzten Endes lediglich acht Starter angegeben. Schaut man sich aber die Konkurrenz etwas genauer an, darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass die zahlenm√§√üig eher d√ľnne Besetzung durch die Qualit√§t der Teilnehmer vollst√§ndig kompensiert wird. Sowohl 4 IDAHO A LA BRUYERE (Guillaume Martin), als auch 5 IBERIK DE MONGOCHY (Francois Lagadeuc) haben sich im Kreis der franz√∂sischen Vierj√§hrigen bereits einen gewissen Namen gemacht, wenngleich sie (noch) nicht der absoluten Jahrgangsspitze zugeh√∂rig sind. Immerhin k√∂nnen beide aber l√§ngst ihre ersten Referenzen unter dem Sattel vorweisen, wobei sich die Wege der beiden Vierj√§hrigen interessanterweise schon mehrmals kreuzten. Ein eindeutiger leader aus diesem Duo ist bislang nicht zu entschl√ľsseln gewesen; vielmehr bewegen sich beide in etwa auf √§hnlichem Niveau. Sowohl Idaho √† la Bruyere, als auch Ib√©rik de Mongochy haben bereits auf Gruppe III-Parkett gewinnen k√∂nnen und auch im direkten Vergleich der beiden steht es momentan 2:2 unentschieden. √Ąu√üerst kurios verlief allerdings ihr letztes gemeinsames Aufeinandertreffen Ende Februar, als von urspr√ľnglich neun gestarteten Teilnehmern lediglich zwei Kandidaten in der Wertung blieben. Ib√©rik de Mongochy gewann, Idaho √† la Bruy√®re als urspr√ľnglich Dritter, wurde nachtr√§glich wegen unreiner Gangart komplett aus der Wertung genommen. Noch st√§rker als dieses Duo k√∂nnte nach dem j√ľngsten Eindruck freilich 3 HEROINE DU CITRUS (Alexandre Abrivard) sein, die bei ihrem j√ľngsten Sieg in Enghien regelrecht brillierte und sich dabei ganz nebenbei eine neue Marke holte. In fantastischen 12,9/2875m machte die Tochter des franz√∂sischen Mont√©-Heroen und zweifachen Cornulier-Siegers Bilibili mit ihren Gegnern am Ende relativ kurzen Prozess und empfahl sich gleicherma√üen nachdr√ľcklich f√ľr die hier anstehende Aufgabe. Mit der vom Bazire-Quartier aufgebotenen 1 BON TON GSO (Matilde Herleiksplass), der schon mehrfach sogar in Halbklassikern platzierten 2 HARLEY CHARENTAISE (Adrien Lamy), sowie dem ebenfalls schon √ľber reichlich Mont√©-Erfahrung verf√ľgenden 6 HAMILTON RENKA (Eric Raffin) warten weitere, mehr oder minder schwere Brocken, auf den deutschen Derbysieger. Komplettiert wird das Feld durch 8 HEARTBREAKER ONE (Hanna Huygens), dessen j√ľngsten Mont√©-Auftritte im letzten Wintermeeting allesamt aus Gruppe II-Rennen, also aus deutlich anspruchsvolleren Aufgaben, stammen. Ungeachtet des wenig vertrauenerweckenden Formenspiegels sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Hengst im vorletzten Wintermeeting mit der amtierenden belgischen Vize-Championesse sogar einen Halbklassiker unter dem Sattel gewinnen konnte.

pferdewetten.de-Tipp: 3 Héroine du Citrus Р4 Ibérik de Mongochy Р5 Idaho à la Bruyere  chancenreicher Außenseiter: 7 Wild West Diamant
Die Startzeiten der beiden Rennen mit deutscher Beteiligung sind f√ľr 18.23 Uhr (Winnetou Diamant) und 21.36 Uhr (Wild West Diamant) vorgesehen.¬†