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Superstar Orlando Jet hat die Rennlaufbahn beendet

(mf) Viele hatten es bef├╝rchtet, noch skeptischere geahnt, und die Optimisten das Gegenteil erhofft. Nun aber steht es fest: Orlando Jet, einer der besten, vielleicht aber der beliebteste deutsche Traber der letzten Jahre, hat seinen Abschied von der Rennbahn genommen. Jedenfalls den vom Leistungssport. Denn am 8. Mai wird er noch einmal seine Heimatbahn in Daglfing betreten und dort in gro├čem Rahmen verabschiedet und f├╝r seine unvergleichliche Karriere geehrt werden.

Der jetzt neunj├Ąhrige Hengst war 38 Mal am Start, gewann 21 Rennen und holte weitere 13 Platzierungen. Ohne Geld kam er nur vier Mal zur├╝ck in den Stall. Diese Bilanz, verbunden mit einem Rekord von 1:10,3 und einer Gewinnsumme von 424.826 Euro, beeindruckt, zeigt aber gleichzeitig auf, woran es haperte: Der Orlando Vici-Sohn aus dem ├Âsterreichischen Besitz des Stall Team Neuhof und dem Training von Rudi Haller, der auch bei s├Ąmtlichen Rennen im Sulky sa├č, hatte immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu k├Ąmpfen. Kein einziges Mal kam er ├╝berhaupt auf zehn Saisonstarts.

Trotzdem war die Karriere bedeutend und international erfolgreich. Den Derbysieg 2016 verpasste der Hengst knapp, machte sp├Ąter anl├Ąsslich von drei Erfolgen in der Breeders Crown aber deutlich, wer die wahre Nummer 1 im Jahrgang war. Vierj├Ąhrig gewann Orlando Jet in Vincennes, f├╝nfj├Ąhrig auf beiden Pariser Bahnen, die Wiener Krieau oder das franz├Âsische Divonne les Bains waren weitere Stationen, auf denen er den Siegerscheck abholen durfte. Ausgerechnet die Einladung zum ber├╝hmten Solvalla Elitloppet war nach einer seiner seltenen Galoppaden nicht von Erfolg gekr├Ânt.

Wer Orlando Jet einmal ÔÇ×pers├ÂnlichÔÇť erlebt hat, also nicht voll konzentriert vor oder w├Ąhrend eines Rennens, traf auf einen Traber mit so viel Ausstrahlung und erkennbarer Klasse, wie es eben nur auf die ganz Gro├čen zutrifft. Nicht von Ungef├Ąhr musste selbst ein Vollprofi wie Rudi Haller bei Siegerehrungen mitunter die eine oder andere Tr├Ąne wegdr├╝cken, weil der Publikumsliebling eben auch f├╝r ihn weit mehr als ÔÇ×nurÔÇť ein Rennpferd gewesen ist.