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Das Beste zum Schluss – Zwei Gruppe III-Rennen in Vincennes

(dip) Mit zwei Gruppe III-PrĂŒfungen fĂŒr Pferde aus dem Geburtsjahrgang 2019 beschließt Vincennes sein aus insgesamt sieben Rennen bestehendes Freitagabend-Programm. Dabei gelten sowohl im “Prix Atlas” fĂŒr die Hengste, als auch im “Prix Aschera” fĂŒr die dreijĂ€hrigen Stuten identische Konstellationen hinsichtlich Dotation und Distanz. Auch die gemĂ€ĂŸ Ausschreibung vorgegebenen Mindest – und Maximalgewinnsummen der Pferde sind bei beiden Geschlechtern gleich, so dass im wahrsten Sinne des Wortes Chancengleichheit herrscht.
Malmqvist-Armada bei den Hengsten

Das als 6.Rennen gelaufenen “Prix Atlas” (Gruppe III, 70.000 €, 2100 Meter) mĂŒsste eigentlich den Untertitel “Tomas Malmqvist-Rennen” haben, denn der schon seit langem in Frankreich ansĂ€ssige schwedische Trainer stellt in diesem Neunerfeld nicht weniger als vier Teilnehmer und damit fast die HĂ€lfte des Programms. 2 JASMIN DU VALLON (Francois Lagadeuc) bringt als Empfehlung zwei souverĂ€ne Siege aus Enghien und Toulouse mit und wĂŒrde sich liebend gern auch erstmals auf dem Plateau de Gravelle in die Siegerliste eintragen. Der Hengst genießt in seinem Umfeld einen guten Ruf und Trainer Tomas Malmqvist traut seinem SchĂŒtzling auch einen Sieg auf der fĂŒr ihn bislang noch ungewohnt kurzen Strecke zu. Sein bislang einziger Auftritt in Vincennes endete allerdings auf Ă€hnlicher Distanz mit einer Galoppade, weshalb die Suche nach möglichen Alternativen berechtigt ist. UnterstĂŒtzt wird Jasmin du Vallon von seinen TrainingsgefĂ€hrten 6 JETPACK (Eric Raffin), der sich bislang zwar durchaus laufstark, aber nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig zuverlĂ€ssig prĂ€sentierte. Immerhin hat Eric Raffin bereits mit dem Hengst gewinnen können, so dass der Champion-Bonus möglicherweise einiges bei Jetpack wiegt. Insgesamt gesehen gefĂ€llt er etwas besser, als der in nicht minder starker Hand antretende 5 JAZZY DANCER (Alexandre Abrivard), sowie 7 JAIL BREAK (Cedric Parys), der ebenfalls in den rot-gelben Farben der Ecurie Hunter Valley an den Start gehen wird.


Die Herausforderer

Abseits des Malmqvist-Quartetts dĂŒrfte nach der jĂŒngsten Form vor allem 4 JOKER DES MOLLES (Louis Baudoin) wichtig und vermutlich auch unangenehm werden. Der DreijĂ€hrige sorgte unlĂ€ngst auf dieser Distanz fĂŒr eine Riesensensation, wenngleich er sich seinen Sieg mit einem Kontrahenten teilen musste. Was diese Leistung allerdings wert war, zeigt ein Blick auf die Siegzeit, denn die erzielten 13,3 fĂŒr den durchschnittlichen Kilometer bedeuten den mit Abstand besten Rekord im gesamten neunköpfigen Feld. Kaum schlechter gefĂ€llt 1 JAKARTAS DES PRÉS (Franck Nivard), der sich erst Anfang des Monats ebenfalls auf Gruppe III-Parkett als Dritter gut verkaufte. Der Hengst wagte sich zuvor sogar auf höchstmöglicher Ebene in das CritĂ©rium des Jeunes, allerdings wurde er dort durch einen frĂŒhen Fehler chancenlos. Hier trifft es der diesmal wieder von Franck Nivard gefahrene Hengst wieder um einiges passender an, so dass selbst ein Sieg nicht unmöglich erscheint. 8 JAGUAR WIT (Tony Le Beller) kehrt nach einer eher enttĂ€uschenden MontĂ©-Vorstellung in sein eigentliches Genre zurĂŒck und bleibt fĂŒr die Freunde von Außenseitern ebenso im GesprĂ€ch wie 9 JUST FOR LOVA (Antoine LhĂ©rĂ©tĂ©). Der Brillantissime-Sohn, der seine ersten Schritte auf der Rennbahn bei keinem Geringeren als Philipp Allaire unternahm, wurde erst vor wenigen Wochen von LhĂ©rĂ©tĂ© erworben. Der 28-JĂ€hrige, der erst vor zehn Tagen völlig ĂŒberraschend in Reims eine Etappe zum Grand National du Trot gewinnen konnte, erzielte erst noch zu Beginn des Monats mit seiner Neuerscheinung einen Achtungserfolg in einem Gruppe III-Rennen, das er als FĂŒnfter beendet und dabei u.a. 3 JASMIN MÉRITÉ (Julien Raffestin) relativ deutlich distanzierte.
pferdewetten.de-Tipp: 2 Jasmin du Vallon – 1 Jakartas des PrĂ©s – 4 Joker des Molles   

chancenreicher Außenseiter: 9 Just for Lova

Jamaica Turbo bei den Stuten?

Etwas klarer erscheint zumindest von der Papierform her die Sache bei den Stuten. Im “Prix Aschera” (Gruppe III, 70.000 €, 2100 Meter) spricht vieles fĂŒr 4 JAMAICA TURBO (Francois Lagadeuc), sofern sie natĂŒrlich auf den Beinen bleibt. Die Stute gewann bereits zweijĂ€hrig sogar schon einen Halbklassiker auf Ă€hnlicher Distanz, scheiterte im Anschluss aber gleich dreimal an Galoppaden. Auch bei ihrem Ehrenplatz vor drei Wochen kam sie nicht glatt um den Kurs und streute einen Fehler ein, weshalb sie trotz aller lĂ€uferischer Klasse natĂŒrlich mit etwas Vorsicht zu genießen bleibt. Im Falle eines erneuten Scheiterns, dĂŒrften vor allem die CritĂ©riums-Dritte 8 JOKE (Gabriele Gelormini), als auch die insgesamt recht bestĂ€ndig agierende 1 JUNON (David Thomain), deren in starker Hand antretende TrainingsgefĂ€hrtin 7 JAZZY BELLE (Franck Nivard), die auf Gruppe III-Level schon mehrfach platziert gewesene Allaire-Vertreterin 6 JUSTIN VIVE (Anthony Barrier), sowie die bislang gewinnreichste Stute im Feld 9 JOYFUL DIVA (Franck Ouvrie) ein ernstes Wörtchen in der Entscheidung mitreden. 
pferdewetten.de-Tipp: 4 Jamaica Turbo – 8 Joke – 9 Joyful Diva 

chancenreiche Außenseiterin: 1 Junon