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Der Priester ist zurĂŒck!

Andrasch Starke, der Priester, ist zurĂŒck. Zum ersten Mal seit 1947 hat eine Stute das Dr. Busch Memorial gewinnen können. Ich selber hatte die große Ehre dieses Rennen im Jahr 2003 mit Soldier Hollow und 2018 mit Kronprinz zu gewinnen und ich gebe ehrlich zu: Mylady hatte ich nicht auf dem Schein. Das lag zu einem großen Teil einfach daran, dass ich mich nicht erinnern konnte, wann das zuletzt geglĂŒckt ist. Wenn alles passt, dann haben wir mit Mylday also endlich einmal wieder eine richtig gute Stute gesehen. NatĂŒrlich muss man mit dem Wort „Ausnahmepferd“ vorsichtig sein, aber das GestĂŒt Karlshof wurde fĂŒr diesen Mut mehr als belohnt.

Maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt ist aber Andrasch Starke, bei dem ich selbst im letzten Jahr unsicher war, ob der Wechsel von Henk Grewe zu Markus Klug die richtige Entscheidung ist. Woher die GrĂŒnde fĂŒr diese Wechsel kamen, darĂŒber kann natĂŒrlich auch ich nur spekulieren und die Nachricht hat mich damals sehr ĂŒberrascht. Ich gebe zu, dass ich mich gefragt habe, ob Andrasch weiß, was er da tut. So wie es aussieht, war diese Entscheidung aber goldrichtig. Einen Stalljockey wie Andrasch Starke zu haben, heißt nicht nur am Renntag einen Vorteil gegenĂŒber der Konkurrenz zu haben. Markus Klug profitiert schon ab der ersten Minute in der Morgenarbeit von der Erfahrung unseres Priesters. Und genau das hat man bisher nicht nur in Krefeld gesehen.

Andrasch Starke ist unser Jahrhundertjockey, ein Ausnahmereiter in der Geschichte des deutschen Galopprennsports. Er ist nicht nur neunfacher Championjockey, sondern gewann sogar achtmal das Deutsche Derby. Er ist außerdem der erste deutsche Reiter, der den Prix de l’Arc de Triomph und die King George VI And Queen Elizabeth Stakes gewann. All das ist natĂŒrlich nicht ohne Grund passiert. Und sicher fragt ihr euch jetzt, warum ich ihn den Priester nenne. Vor und nach den Rennen hat Andrasch Starke in der Jockeystube immer seine VortrĂ€ge gehalten, dabei ging es aber meistens weniger um den Rennverlauf…

NatĂŒrlich will ich aber nicht nur Andrasch huldigen, sondern auch noch ein paar Wett-Tipps raushauen. Am Donnerstag sind ja nicht umsonst Rennen in Ghlin, also los geht’s!

Im ersten Rennen (11:35 Uhr) hoffen wir auf einen deutschen Sieg. Achat wird mit Alexander peitsch im Sattel Luxor und Jonquille schlagen.

Danach trifft Lady Lane auf Campione. Diese beiden werden das Rennen unter sich ausmachen und ich erwarte einen echten Zweikampf.

Im dritten Rennen mache ich es mir ganz einfach und spiele eine Sympathiewette: Wenn Adrie de Vries fĂŒr zwei Ritte nach Mons fĂ€hrt, wird das Hand und Fuß haben. My Classy Lassy ist zwar nach Form nicht zu empfehlen, allerdings ist John Smith in Deutschland gut bekannt. Auch ich habe fĂŒr ihn hierzulande geritten und gewonnen.

Im letzten Rennen gehe ich deswegen wieder mit dem Dreamteam Adrie de Vries und John Smith. Dieses Mal steigt unser hollĂ€ndischer Freund in den Sattel von Zarena. Die Stute zeigte in Ghlin bisher nur konstante Formen und der Flying Dutchman an Bord wird das fĂŒr uns richten. Meine Meinung.