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Karlshorst am Sonntag: Kleine Felder, aber keine Magerkost

(mf) So richtig viel ist auf deutschen Rennbahnen am Sonntag nicht los. K├Âln bei den Galoppern, wo immerhin eine wichtige Derbyvorpr├╝fung auf der Karte steht, und Karlshorst bei den Trabern sind die einzigen Veranstalter. Die Anzahl der Rennen bewegt sich bei einer solchen Konstellation mit jeweils neun an der unteren Grenze des Erwartbaren, die der startenden Pferde mit 79 bzw. 63 erst recht. So war in der Karlshorster Pressemitteilung zum Renntag auch frank und frei davon die Rede, dass es nicht einfach war, die Rennen zusammenzustellen, im Klartext: Auch eine Absage stand im Raum. Doch es spricht, und das nicht zum ersten Mal, f├╝r die Verantwortlichen dort, dass sie im Interesse der Aktiven, wie auch der treuen Stammbesucher, solche Tage unbedingt durchzuziehen versuchen. Das ist umso mehr berechtigt, als mit eher schmalen Feldern keineswegs automatisch ein wirtschaftliches Desaster einhergehen muss. Und dass auch bei solchen Gelegenheiten ├ťberraschungen bis hin zu nicht getroffenen V-Wetten m├Âglich sind, konnte man zur allgemeinen Verbl├╝ffung eine Woche zuvor in Mariendorf ebenso erleben wie am Donnerstag in Bahrenfeld. Es scheint also, als w├╝rde Mut belohnt.

3.500 Euro-V6

Die Garantiesumme in der V6-Wette, die im 2. Rennen der kurz vor 14.30 Uhr beginnenden Veranstaltung startet und bis zum 7. Rennen den roten Faden bildet, ist allerdings alles andere als mutig: Doch die 3.500 Euro, die ausgelobt werden, sind einerseits auch kein Kleingeld und andererseits wahrscheinlich ohnehin nicht relevant, da allgemein davon ausgegangen wird, dass eher mehr als weniger im V6-Topf sein wird.

Der Schwierigkeitsgrad wirkt ├╝berschaubar, so dass manch ein Wetter anstelle des Grundeinsatzes von 20 Cent auch ein, zwei oder sogar f├╝nf Euro ankreuzen wird. Wir bleiben bescheiden und versuchen erst einmal, alle ├╝berhaupt m├Âglichen Sieger zu erw├Ąhnen. Daraus lassen dann sich viele gr├Â├čere und kleinere Systeme basteln.

V6-1 (2. Rennen): 205 His Highness S, verpasste den Hattrick gegen einen b├Ąrenstarken Gegner, ├╝berzeugte selbst aber einmal mehr ÔÇĹ Bankkandidat

V6-2 (3. Rennen): 306 Honey Bear (Victor Gentz), gewann beim Deb├╝t gegen 305 Jokerface und 304 Sweet Addition, ein anderer ist als Sieger nur schwer vorstellbar.

V6-3 (4. Rennen): Offener, als es auf den ersten Blick wirkt, denn 401 Workaholic Diamant gewinnt zwar die H├Ąlfte seiner Rennen, findet aber nicht zur n├Âtigen Konstanz, und 407 Nordic Jaycee ist enorm schnell, mit diesem Startplatz auf der Meile aber auch auf Renngl├╝ck angewiesen. Deshalb sind die weiteren f├╝nf Starter alle nicht komplett unm├Âglich.

V6-4 (5. Rennen): 508 Readly Passion ging als F├╝nfter in Mariendorf nach einem Fehler noch gut genug und wird gegen die durch die Todesspur stark gelaufene 506 Heidi du Domloup Favorit werden. Als chancenreiche Au├čenseiter bieten sich 504 Take off nach einem feinen Ansatz und 507 Donner Gallent nach einigen Entt├Ąuschungen, aber mit starkem Fahrer an.

V6-5 (6. Rennen): Mit 601 Mockridge im ersten und 606 Willow Bay Evert im zweiten Band duellieren sich zwei echte Siegertypen, denen 603 Quick Lady und 604 Horatio Fortuna durchaus gef├Ąhrlich werden k├Ânnen.

V6-6 (7. Rennen): Der auf dieser Bahn in letzter Zeit zwei Mal siegreiche 701 Othello PS und der nach kurzer Pause gleich wieder gefallende 706 Rolfi stehen etwas raus, aber v├Âllig chancenlos sind auch der k├╝rzliche Handicap-Sieger 704 Spy Lord und der mit guten Formen aus Bayern anreisende 705 Windhund nicht.