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Himmelfahrt: Herrentag am Herrenkrug

(mf) Es gibt Rennveranstaltungen, die haben Kultcharakter. Die am Himmelfahrtstag in Magdeburg gehört zweifellos dazu. Unter dem Motto „Herrentag am Herrenkrug“ macht sich gefĂŒhlt fast jeder Einwohner auf den Weg zur Rennbahn, um ab 12.30 Uhr den Mix aus Galopp- und Trabrennen zu erleben. Das sportliche Angebot ist mit vier Amateurreiten auf Ausgleich IV-Niveau und fĂŒnf TraberprĂŒfungen auf der ungewohnten Grasbahn zwar nichts Besonderes, aber wen interessiert das schon, wenn „die Post abgeht“? Allein 56 Traber werden angespannt, ein Schnitt von mehr als elf pro Rennen, wo sonst gibt es das? Schon aus GrĂŒnden dieser QuantitĂ€t wird es attraktive Quoten geben, als Highlight am Wettmarkt darf die Viererwette im 6. Rennen gelten, die mit der im Trabrennsport höchst ungewöhnlichen Garantie-Auszahlung von 10.000 Euro gekoppelt ist.

Starke Fahrer

Das Fahrerfeld hat es in sich. Mit Thorsten Tietz, Jochen Holzschuh, Kornelius Kluth und Dennis Spangenberg sind gleich vier aktuelle Top-Ten-Fahrer am Start, um sich einen möglichst großen Teil des jeweils 4.000 Euro betragenden Preiskuchens einzuverleiben. 20.000 Euro in fĂŒnf Rennen – auch finanziell setzt Magdeburg MaßstĂ€be. Neben zahlreichen weiteren Aktiven aus Berlin, dem Norden und Westen wurde der Magdeburger Ruf sogar in Bayern und den Niederlanden gehört. „Amazone in Form“ Marion Dinzinger und Herbert und Johanna Plankl nehmen aus dem SĂŒden Anreisen von mehr als 500 km in Kauf, der aufstrebende Profi Niels Jongejans aus dem Nachbarland kaum weniger.

10.000 Euro in der Viererwette

Um 16.00 Uhr gilt es: 10.000 Euro locken in der Viererwette des 6. Rennens. Angesprochen ist die beste Klasse, mehr als eine Million Euro haben die elf Teilnehmer schon verdient. Klarer Rechnungsfavorit ist Virginias Prime (Kornelius Kluth), der in Schweden zweimal Pech hatte, auf deutschen Bahnen aber fast immer Erster oder Zweiter ist. Allerdings fehlt die Grasbahnerfahrung, die ihm der in Magdeburg schon siegreiche Paris Turf (Thorsten Tietz) voraushat. Nicht ganz so zuverlĂ€ssig, aber gemessen am Können nicht unbedingt schwĂ€cher, ist Urbanio (Niels Jongejans), und Pferde, die man fĂŒr Rang drei oder vier guten Gewissens streichen kann, sucht man ohnehin vergeblich. Das Viererwette-Rennen ist ein Traum fĂŒr alle, die gerne mit etwas Quoten-Phantasie kombinieren.

pferdewetten.de-Sieger des Tages: 209 Grietje, sechs Siege und zwei Disqualifikationen in der Franzosen-Klasse, diesmal im offenen Rennen unterwegs, auch das sollte machbar sein.

pferdewetten.de-Platzpferd des Tages: 810 Red Pine Lilly, kommt aus der Pause, kann aber genug, um gleich vorn dabei zu sein.

pferdewetten.de-Außenseiter des Tages: 601 French Turgot, tut sich auf den großen Bahnen schwer, gewann aber letztes Jahr in Duhnen und Verden.