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Viel Nordsee-Trab im Juli

(mf) Der Monat Juli steht in diesem Jahr zwar nicht komplett im Zeichen der „Nordsee-Bahnen“, denn schließlich wird landauf, landab fleißig veranstaltet, doch die beiden speziellen Renn-Orte Hooksiel und Cuxhaven stehen 2022 nur in dieser Zeit im Terminplan. Das aber gleich vier Mal.

Vor und hinter dem Deich

Hooksiel, im traumhaften Ferienland Wangerland in der NĂ€he von Wilhelmshaven gelegen, hat vor etwas mehr als 30 Jahren seine „Jade-Rennbahn“ erhalten. Damals wurde u.a. von engagierten und erfolgreichen Traber-Besitzern und Amateurfahrern wie GĂŒnther LĂŒhring, Heinz-Friedrich MĂŒller und Jacobus Schouten der „Hooksieler Rennververein e.V.“ gegrĂŒndet. Die gut 1.000 Meter lange Grasbahn liegt unmittelbar hinter dem Nordsee-Deich, zwischen (Sonnen-) Baden und Rennbahnbesuch liegen nur wenige Meter. Seit einigen Jahren wird an Mittwochabenden veranstaltet, was speziell von den Urlaubern extrem gut angenommen wird. Aus einem frĂŒher gemischten Trab/Galopp-Programm ist inzwischen eine reine Traberkarte geworden. 5.000 Zuschauer sind keine Seltenheit, natĂŒrlich werden alle Rennen live im Stream und mit Außenwette ĂŒbertragen. Drei Renntermine gibt es in Hooksiel in diesem Jahr: 6., 13. Und 20. Juli. Wer alles mitbekommen will, sollte rechtzeitig vor 18.00 Uhr einschalten.

Nicht in unmittelbarer Nachbarschaft, aber im ĂŒbertragenen Sinn auf der anderen Seite des Deiches finden die Rennen in Cuxhaven statt, wo die Elbe endet und die Nordsee beginnt. Sie sind besser bekannt unter dem Namen „Duhner Wattrennen“ und offen fĂŒr Traber, VollblĂŒter und die Kategorie der so genannten „Reitpferde“. Die dortige Tradition geht ĂŒber 100 Jahre hinaus, und gerne wirbt man mit dem Untertitel „weltweit einzigartig“. TatsĂ€chlich ziehen die Wattrennen nicht nur Zuschauer im fĂŒnfstelligen Bereich an, sondern auch Medien aller Art. Selbst dort, wo nie ĂŒber Pferderennen berichtet wird, finden sich Fotomotive aus Duhnen nicht selten sogar auf der Titelseite, und regelmĂ€ĂŸige TV-BeitrĂ€ge sind ebenfalls NormalitĂ€t. Der Zeitpunkt der Veranstaltung wird entscheidend von der Tide, dem Wechsel von Ebbe und Flut, mitbestimmt, denn die Kriterien sind klar: Ein Sommermonat, und dort ein Wochenende, sollte es schon sein, und das Meer muss sich zu passender Zeit zurĂŒckziehen und nicht etwa in den frĂŒhen Morgen- oder spĂ€ten Abendstunden. Sind diese Voraussetzungen erfĂŒllt wie in diesem Jahr am Sonnabend, 23. Juli mit Rennbeginn um 13.00 Uhr, steht dem Volksfest nichts mehr im Wege. Und das ist es, denn Besucher fĂŒhlen sich mitunter ein bisschen wie beim Epsom Derby: „Es war ein tolles Event, das einzige, das gestört hat, waren diese stĂ€ndigen Pferderennen
“

Übrigens: Der Sport ist auf beiden Bahnen alles andere als schlecht. Oft genug sind zwei- und vierbeinige Aktive am Start, die man auch auf den großen Bahnen regelmĂ€ĂŸig trifft. Und Rennpreise, fĂŒr deren AttraktivitĂ€t meist regionale Sponsoren in großer Zahl garantieren, und WettumsĂ€tze mĂŒssen sich ebenfalls nicht verstecken.