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Sonnabend im Duhner Watt: Ein feuchtfröhliches Vergnügen

(mf) „Weltweit einmalig“ klingt immer gut, denn das sorgt für Aufmerksamkeit. So ist alljährlich das mediale Interesse im Duhner Watt, wenn Traber und Galopper ihre Runden drehen, tatsächlich größer als bei jedem Derby. Es scheint in Deutschland kaum eine Zeitung oder einen Sender zu geben, die sich nicht verpflichtet fühlt, in irgendeiner Form zu berichten. Pünktliches Einschalten des Streams ist wichtig, denn Ebbe und Flut kennen kein Pardon, das Zeitfenster ist begrenzt. 13.30 Uhr ist die Startzeit für das erste (Galopp-) Rennen, die Traber beginnen um 14.00 Uhr und enden um 18.30 Uhr.

Tatsächlich hat sich das Spektakel, zu dem nicht selten eine fünfstellige Zuschauerzahl vor Ort ist, in der über hundertjährigen Tradition immer mehr professionalisiert. Das beginnt bei der kulinarischen Meile und endet in der Besetzung der Rennen sowie deren Übertragung und Abwicklung des Wettgeschäfts. Acht Trabrennen stehen diesmal auf der Karte, die mit je 2.600 Euro ansprechend dotiert sind. Gar 4.000 Euro stehen über dem Hauptereignis, dem Kampf um das „Blaue Band des Wattenmeeres“, den zwölf Gespanne aufnehmen. Etwas nachzuholen hat bei dieser Gelegenheit der erst vier Tage zuvor in Hooksiel erfolgreiche O’Sunday (Thomas Reber), nachdem er im Vorjahr als haushoher Favorit an einer Galoppade gescheitert war. Die Konkurrenz, angeführt von der schon im schwedischen Jägersro siegreichen Klassestute Super Queen C (Roland de Beer) und Velten Versailles (Niels Jongejans) ist aber nicht von Pappe. Ein weiterer Höhepunkt ist der unwiderruflich letzte Auftritt von Monté-Legende Garry (Ronja) im Duhner Watt, denn die Laufbahn des 14-Jährigen und fast 80-fachen Siegers endet am Jahresende. 50 Meter Zulage sind auch für den Blitzstarter eine Menge Holz.

pferdewetten.de-Sieger des Tages: 206 + 1101 Atlantic Wise L, ländliche Bahnen mit möglichst großzügiger Linienführung sind sein Zuhause, war hier im Vorjahr Sieger und Dritter.

pferdewetten.de-Platzpferd des Tages: 407 Beau de la Vitard, war seit Monaten nicht mehr außerhalb der Dreierwette und im Watt auch früher schon gut platziert.

pferdewetten.de-Außenseiter des Tages: 302 und 1106 Went Rover (Foto), sorgte hier 2019 für eine Start-Ziel-Sensation.