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Freitag: Starkes Programm in Cabourg – QuintĂ© mit 15 Pferden – Francois Lagadeuc mit einigen Chancen

(dip) Mit dem bereits sechsten Tag des diesjĂ€hrigen Sommermeetings geht es am Freitagabend im schmucken französischen Badeort Cabourg in die nĂ€chste Runde. Erfreuliche 107 Starter wurden fĂŒr die insgesamt acht PrĂŒfungen der um 18.58 Uhr beginnenden Veranstaltung angegeben, was einen durchschnittlichen Wert von etwas mehr als 13 Starter pro Rennen ergibt. Doch nicht nur der quantitative AufwĂ€rtstrend in den Feldern macht verstĂ€rkt Lust auf diesen Renntag,  sondern auch die Teilnahme einiger Cracks, die sich sonst nicht selten in Vincennes auf Gruppe-Parkett bewegen, wird fĂŒr einige besondere Momente sorgen. Mit der an dritter Stelle des Abends anstehenden QuintĂ©, die mit 15 Pferden fast bis zum Maximum auslimitiert wurde, könnte bei den fĂŒnf Richtigen zudem noch zusĂ€tzliches Urlaubsgeld herausspringen, womit das Verfolgen des kurzweiligen Programms auf dem pferdewetten.de-stream am Freitag so gut wie alternativlos erscheint. 

Erfolgsteam I

Neben Yoann Lebourgeouis, der den Veranstaltungstagen in Cabourg bereits seit Jahren regelmĂ€ĂŸig seinen Stempel aufdrĂŒckt und auch in diesem Sommer nach unĂŒbersehbaren Startschwierigkeiten – sein erster voller Erfolg gelang erst am dritten Meetings-Tag – lĂ€ngst auf Touren gekommen ist, steht ein anderer französischer Top-Fahrer an diesem Abend im Mittelpunkt. Francois Lagadeuc, Frankreichs derzeitige Nummer fĂŒnf im Ranking, hat insgesamt fĂŒnf Auftritte auf dem Hippodrome de Cabourg, von denen er zumindest in zwei Rennen gute bis sehr gute Siegchancen besitzen sollte. Fest eingeplant dĂŒrfte ganz sicher der Punkt mit 510 FANTAISIE im “Prix Normandie Horse Meet up” werden, denn die MontĂ©-Spezialistin von Trainer Nicolas Bridault verfĂŒgt ĂŒber exzellente Klasse und kommt aus deutlich stĂ€rkeren Aufgaben. Mit Lagadeuc im Sattel fand die Stute seit mehr als einem Jahr keinen Bezwinger mehr und gewann mit ihm neunmal in Serie, darunter mit dem “Prix du Calvados” auch ein Gruppe II-Rennen, das der Stute die direkte Teilnahme am “Cornulier” ermöglichte. Diesmal ist die Konkurrenz deutlich schwĂ€cher, was der links wie rechtsherum funktionierenden Fantaisie, die auch in Cabourg schon zweimal erfolgreich war, natĂŒrlich zusĂ€tzlich in die Karten spielt.

QuintĂ© mit Jahrgangspferden 

Die zweite gute Chance fĂŒr Lagadeuc an diesem Abend ist die Fahrt mit 303 SAHARA JAEBURN in der QuintĂ©. Im fĂŒr 20.15 Uhr vorgesehenen “Grand Prix de la Ville de Cabourg” könnte der erst seit diesem FrĂŒhjahr in Frankreich stationierte Hengst aus finnischem Besitz, der seinerzeit mit dem “Kriterium” das wichtigste DreijĂ€hrigen-Rennen seiner Heimat gewinnen konnte, eines der Einsatzpferde  in der attraktiven FĂŒnferwette werden. Der erst vor zwei Wochen errungene Ehrenplatz in einem Gruppe III-Rennen in Enghien, als er nur einem der erweiterten französischen Jahrgangsspitze zugehörigen Gegner unterlag, lĂ€sst ihn hier ungeachtet der teils gutklassigen Konkurrenz chancenreich erscheinen. Auch seine Eignung fĂŒr einen Rechtskurs hat der von niemand Geringere als Philippe Allaire vorbereitete fĂŒnfjĂ€hrige Ready Cash-Sohn bereits unter Beweis gestellt, als er Ende April in Cholet gleich bei seiner Premiere rechts herum zum Zuge kam. Dass der Hengst hier ungeachtet dieser trefflichen Referenzen möglicherweise trotzdem noch nicht einmal als Favorit in diese QuintĂ©-PrĂŒfung gehen wird, liegt vornehmlich an zwei Gegnern. 305 HAPPY VALLEY (Jean-Philippe Dubois) verfĂŒgt ebenfalls ĂŒber einiges an Klasse und hat als nĂ€chstes großes Ziel das “CritĂ©rium des 5 ans” vor Augen, das am 18.September ansteht. Die Stute gewann im letzten Wintermeeting in Vincennes nicht weniger als fĂŒnf Rennen und holte sich erst noch im April mit dem Erfolg im “Prix Henri Levesque” einen Halbklassiker, womit hinsichtlich ihres vorhandenen Potenzials nichts mehr hinzugefĂŒgt werden braucht. FĂŒr die auch in Cabourg schon siegreich vom Platz gegangene Royal Dream-Tochter stehen bislang elf Erfolge bei lediglich 19 Starts zu Buche. Zwar nicht so viel Klasse, dafĂŒr aber eine absolute Top-Form bringt 307 FAKIR DE MAHEY (Mathieu Mottier) als Empfehlung fĂŒr dieses Rennen mit. Nach einer recht langen Durstrecke hat sich der Hengst nun offensichtlich wieder voll gefangen und konnte Anfang Juni in Meslay-du-Maine erstmals nach fast einem Jahr wieder zur Siegerehrung vorfahren, als er u.a. 304 AURA SL (Gabriele Gelormini) hinter sich ließ. Dass dieser Erfolg keine Eintagsfliege war, bestĂ€tigte der SiebenjĂ€hrige drei Wochen spĂ€ter in Vincennes, wo ihm in ungleich stĂ€rkerer Gesellschaft ebenfalls ein voller Erfolg gelang. Neben Aura SL ist das Quartier von Trainer Jean-Michel Bazire zudem noch mit 14 VICTOR FERM (Nicolas Bazire), der im letzten Jahr sogar im “AmĂ©rique” lief, chancenreich vertreten. Der Hengst ist allerdings auf Rechtskursen ein höchst seltener Gast und tummelt sich in der Regel vornehmlich in der Pariser Zentrale, wo in der Regel auch ein etwas anderer Wind weht, als hier. Dennoch ist er in dieser Gesellschaft trotz Zulage gefĂ€hrlich und wĂ€re bei einem passenden Rennen selbst als Sieger nicht unvorstellbar.

Erfolgsteam II 

Etwas schwieriger, rein siegtechnisch betrachtet aber trotzdem keinesfalls unrealistisch, gestaltet sich die Aufgabe fĂŒr Francois Lagadeuc  gleich zu Beginn des Abends, wenn er mit 105 HARTFORD an den Ablauf kommt. FĂŒr dessen Trainer Pierre-Louis Desaunette sorgte der erst kĂŒrzlich 29 Jahre alt gewordene Berufsfahrer bereits vor zwei Wochen an gleicher Stelle fĂŒr eine große Überraschung, als er sich sogar eine QuintĂ© schnappte. Keine 48 Stunden spĂ€ter gewann Lagadeuc dann fĂŒr dasselbe Quartier auch in La Capelle ein Rennen, was die momentan gute Verfassung  dieses Duos zusĂ€tzlich unterstreicht. Mit Hartford hatte Lagadeuc bereits Anfang des Monats erstmals das VergnĂŒgen, das mit einem zweiten Platz ebenfalls schon zufriedenstellend endete. FĂŒr die hier anstehende PrĂŒfung kommt der Wallach mit etwas verĂ€ndertem Beschlag an den Ablauf, was als Reaktion auf ein eigentlich gutes Laufen vielleicht als versteckter Hinweis aufgefasst werden kann. Trotzdem muss in einem vollen Feld von 16 Pferden natĂŒrlich alles passen, zumal das Rennen insgesamt recht offen erscheint.

Außenseiterchancen

Die beiden restlichen Engagements des im letzten Jahr insgesamt 167 Mal erfolgreich gewesenen Francois Lagadeuc scheinen zumindest nach der Papierform wenig chancenreich zu sein. Mit 211 HISTOIREMIKA fĂ€hrt er eine völlig formlose Stute, die bei bislang 32 Versuchen erst einen einzigen Treffer landete. Auch das abschließende Trabreiten wirkt im Vorfeld wenig verheißungsvoll, wenn sechzehn dreijĂ€hrige und wenig erfahrene Stuten gegeneinander antreten. Lagadeuc reitet in diesem Rennen fĂŒr Trainer Bruno Marie 12 JUST IN CASE, die immerhin schon kleinere AnsĂ€tze unter dem Sattel zeigte und nun den zweiten Start nach einer lĂ€ngeren Pause in Angriff nehmen wird.

pferdewetten.de-Siegtipp: 510 Fantaisie  Die Stute kommt aus ganz anderen Rennen und ist mit ihrem Reiter seit fast 13 Monaten in Folge ungeschlagen. Kaum vorstellbar, dass diese Serie ausgerechnet hier enden wird.

pferdewetten.de-Platztipp: 705 Galante de Tilard  War vor drei Wochen in einer vergleichsweise sogar etwas stĂ€rkeren PrĂŒfung nur knapp fĂŒr Rang drei geschlagen. Sollte den Sprung aufs Treppchen diesmal schaffen.

pferdewetten.de-Außenseiter: 404 Iluzio de Bucy  LĂ€uft zwar bevorzugt auf den Grasbahnen der französischen Provinz, wird hier aber durch den starken Fahrer enorm aufgewertet.