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Samstag in Enghien: Prix de Washington mit vielen Stars – Millionenchance f√ľr Hohneck

(dip) Es gibt nicht sonderlich viele Rennen in Frankreich, die √ľber die Meilendistanz ausgetragen werden, weshalb sich der am Samstag in Enghien stattfindende “Prix de Washington” (Gruppe II, 120.000 ‚ā¨, 1609 Meter) bereits automatisch einer gewissen Aufmerksamkeit erfreut. Selbstverst√§ndlich gibt es viele Gr√ľnde, die diese exzellent besetzte Sprinterpr√ľfung zu einem Rennen der besonderen Art machen, doch vor allem die Tatsache, dass dieser Prix de Washington 2022 die besten Voraussetzungen dazu hat, einen der derzeit besten aktiven, franz√∂sischen Traber zu einem Meilenstein der ganz besonderen Art zu verhelfen, d√ľrfte das gewichtigste Argument sein, das dieser Halbklassiker zu bieten hat.

In weniger als zwei Minuten zum Millionär

Kaum ein anderes Trabrennpferd vereint soviel Klasse, K√∂nnen und Konstanz, wie 2 HOHNECK (Francois Lagadeuc). Lange Zeit als eines von mehreren guten Pferden aus dem franz√∂sischen H-Jahrgang geltend, hat sich der Hengst l√§ngst an die Spitze seiner Generation gesetzt und liefert mit einer fast schon be√§ngstigenden Zuverl√§ssigkeit regelm√§√üig voll ab, wo immer er auch aufschl√§gt. Selbst der Sprung ins eiskalte “Am√©rique”-Wasser, der ihn als erst f√ľnfj√§hriges und damit j√ľngstes Pferd √ľberhaupt in diesem Millionenrennen zu Beginn des Jahres gegen die Besten der Besten antreten lie√ü, brachte den im Besitz von Philippe Allaire (Foto) stehenden Royal Dream-Sohn nicht aus der Spur. Am Ende stand ein f√ľnfter Platz zu Buche, was gleicherma√üen der ultimative Beweis daf√ľr war, dass er sich trotz seines jungen Alters bereits mit der gesamten Top-Spitze des Landes messen kann. Nach nunmehr 35 Lebensstarts steht Hohneck aktuell bei einer Gesamtgewinnsumme von 998.790 Euro, was nichts anderes bedeutet, dass der Sprung √ľber die Millionenh√ľrde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit¬† gelingen wird. Ohnehin von den meisten Experten als Favorit f√ľr dieses Rennen gehandelt, k√∂nnte sich Hohneck am Samstag somit ab 17.37 Uhr – vorausgesetzt, die offiziell vorgegebene Startzeit von 17.35 Uhr wird auch tats√§chlich eingehalten – als Million√§r betiteln lassen. Seine Premiere √ľber diese, f√ľr franz√∂sische Verh√§ltnisse ultrakurze Distanz absolvierte der Hengst erst vor drei Wochen auf der Bahn in La Capelle, die mit einem in jeglicher Hinsicht √ľberzeugenden Sieg √ľber u.a. D√©lia du Pommereux endete. Trainer und Besitzer Philippe Allaire gefiel diese Leistung sogar so gut, dass er in den anschlie√üenden Interviews laut dar√ľber nachdachte, f√ľr Hohneck im kommenden Jahr neben dem “Prix d`Am√©rique” auch noch einen Start im “Elitloppet”, der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Sprinter, ins Auge zu fassen.¬†

Planänderung

Ungeachtet der k√ľrzlichen Niederlage gegen Hohneck in La Capelle, herrscht auch im Lager von 1 D√ČLIA DU POMMEREUX (David Thomain) eine positive Grundstimmung, auch wenn die urspr√ľngliche Planung f√ľr die Stute eine andere war. Normalerweise hatte das Team einen Start im nur 24 Stunden sp√§ter stattfindenden “Grand Prix de Wallonie” im belgischen Mons ins Auge gefasst, doch da dort mit Elitloppet-Sieger Etonnant und Vivid Wise As zwei Gegner der Kategorie “√§u√üerst unangenehm” gemeldet sind, √§nderte Trainer Sylvain Roger kurzfristig die Route. Neben dem anstehenden Sprint in Enghien soll es dann Ende August nach Cagnes-sur-mer zum “Grand Prix du D√©partement des Alpes-Maritimes”, einem weiteren Gruppe II-Rennen √ľber die Meile gehen, was aber in Zusammenhang mit der Begr√ľndung f√ľr die Absage f√ľr Mons eher wenig logisch erscheint: Der Sieger jenes Rennens in Cagnes-sur-mer hie√ü in den letzten drei Jahren n√§mlich jeweils Vivid Wise As!

Elf aus vier

Mit elf Teilnehmern aus immerhin vier Nationen, besticht die diesj√§hrige Ausgabe dieses Halbklassikers √ľberdies durch ihre Internationalit√§t. Die im Vorfeld nat√ľrlich allgemein erwartete zahlenm√§√üige √úbermacht der Gastgeber bekommt es mit gleich vier Teilnehmern zu tun, die aus einem ausl√§ndischen Gest√ľtsbuch kommen. 3 REBELLA MATTERS (Christophe Martens) ist geb√ľrtige Norwegerin, doch die von Jean-Michel Bazire vorbereitete Stute hat seit mehr als zwei Jahren kein Rennen mehr in ihrer Heimat bestritten hat und startet fast ausnahmslos in Frankreich. 8 JERRY MOM (Matthieu Abrivard) ist belgischer Nationalit√§t, w√§hrend 7 VIOLETTO JET (Franck Nivard) und 9 BLEFF DIPA (Roberto Vecchione) die squadra azzurra repr√§sentieren. Letzterer ist kein Geringerer als Italiens Derbysieger von 2020, der bereits im Pariser Wintermeeting einige Kostproben seines K√∂nnens gab und dort mit zwei ordentlichen Platzierungen auch seine ersten Duftmarken setzte. Aktuell d√ľrfte der vom deutschen Trainer Holger Ehlert vorbereitete Hengst aber deutlich st√§rker sein, wie seine j√ľngsten beiden Siege dokumentieren. Mit dem “Gran Premio Freccia d¬īEuropa” in Neapel, sowie dem “Gaetano Turilli” in Rom schnappte sich der Hengst binnen weniger Wochen gleich zwei Gruppe I-Rennen in seiner Heimat, wobei speziell der letzte Sieg f√ľr gro√ües Aufsehen sorgte. Lange Zeit sah es n√§mlich so aus, als w√ľrde Bleff Dipas Trainingsgef√§hrte Zacon Gio das Rennen von der Spitze aus nach Hause bringen k√∂nnen, doch wie bereits bei seinem Derbysieg vor zwei Jahren, entwickelte der Hengst auf der Zielgeraden einen riesigen Speedwirbel und riss erneut eine eigentlich schon verloren geglaubte Partie noch aus dem Feuer. Einzig die schlechte Ausgangsposition spricht hier gegen den Ehlert-Sch√ľtzling, die extrem lange Endgerade in Enghien wird dem Italiener aber mit Sicherheit sehr schmecken. 

Amérique-Revanche

Wie gut dieses Rennen vor allem qualitativ besetzt ist, l√§sst sich zudem auch daran festmachen, dass insgesamt vier “Am√©rique”-Starter mit dabei sind. Neben D√©lia du Pommereux und Rebella Matters, die damals allerdings keine Rolle spielen konnten, ist auch 5 GALIUS (Yoann Lebourgeouis) am Samstag mit von der Partie. Der Hengst verpasste seinerzeit den Sieg im Rennen der Rennen erst mit dem allerletzten Schritt und hat seine anschlie√üende sch√∂pferische Pause, die er passenderweise mit Deckt√§tigkeiten verbinden konnte, l√§ngst beendet. Vor vier Wochen holte er sich im “Ren√© Balli√®re” einen neuen Rekord, doch nach zu schwachem Start endete er klar hinter Hohneck. Nach einer guten Abschlussarbeit, die er am vergangenen Dienstag unter gro√üer medialer Begleitung im Rahmen des Abendrenntags in Cabourg absolvierte, gab Trainerin und Besitzerin S√©verine Raimond gr√ľnes Licht f√ľr den Start in Enghien, womit einer erneuten Revanche zwischen dem Zweit – und F√ľnftplatzierten des diesj√§hrigen “Am√©rique” nichts im Wege stehen wird. 

Bazire-Trio

Neben der bereits erw√§hnten Rebella Matters bietet Trainer Jean-Michel Bazire noch zwei weitere Cracks aus seinem umfangreichen Lot auf. Der Chef selbst f√§hrt den 27-fachen Sieger 6 ELIE DE BEAUFOUR (Jean-Michel Bazire), der auf dem Hippodrome d`Enghien bei bislang zwei Versuchen noch ungeschlagen ist. Der Achtj√§hrige gewann erst vor drei Wochen noch einen Halbklassiker in Vichy und blieb zuvor in Vincennes auf allerdings deutlich l√§ngerer Strecke, vor u.a. Galius und D√©lia du Pommereux. Mit 4 DORGOS DE GUEZ (Nicolas Bazire), √ľber den der Trainer sagt, dass er rein von der der Klasse her das beste Pferd aus diesem Trio sei, hat der zwanzigfache franz√∂sische Champion noch ein weiteres Eisen im Feuer.

pferdewetten.de-Tipp: 2 Hohneck – 9 Bleff Dipa – 6 Elie de Beaufour  chancenreicher Au√üenseiter: 5 Galius