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Vincennes am Mittwoch:  Tempojagd unter dem Sattel

(dip) Mit einem kleinen, aber feinen Gruppe III-MontĂ© wird am spĂ€ten Mittwochnachmittag in Vincennes zweifelsohne guter, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber auch schneller Sport geboten. Der fĂŒr 16.50 Uhr als 6.Rennen der Karte vorgesehene “Prix Auguste François” (Gruppe III, 90.000 €, 2175 Meter) ist eine der SprinterprĂŒfungen unter dem Sattel, die fast schon traditionell die Uhren zum GlĂŒhen bringen. Siegzeiten unter der durchschnittlichen Kilometerzeit von 1:11,0 waren in den letzten vier Jahren durchweg die Regel und allein die Tatsache, dass sich in diesem Feld gleich mehrere Spezialisten verbergen, die sich auf dem kurzen Weg besonders wohl fĂŒhlen, lĂ€sst auch fĂŒr die diesjĂ€hrige Auflage sehr viel Tempo erwarten. Zwar kommen lediglich neun Kandidaten an den Ablauf, doch rein von der QualitĂ€t her bleiben kaum irgendwelche WĂŒnsche offen. Speziell eine Teilnehmerin, die schon bei ihren letzten bĂ€renstarken Auftritten die Aufmerksamkeit auf sich zog, wird auch diesmal wieder ganz besonders im Fokus stehen.

Projekt Seriensieg

Mit zwei imponierenden Siegen auf Gruppe II-Parkett begann das Wintermeeting fĂŒr die neunjĂ€hrige 2 DYNASTY PEJI (Damien Bonne) fast schon sensationell gut, wie sich allein schon an den jeweiligen Siegquoten (20:1 und 10:1) leicht erkennen lĂ€sst. Bei ihrem ersten Erfolg ĂŒber die auch hier wieder geforderte Distanz von 2175 Meter schlug die Stute in starken 10,4 an und pulverisierte damit ihren bis dato gĂŒltigen Rekord gleich um 1,2 Sekunden. Wer da möglicherweise noch an eine Art “one hit wonder” gedacht hat, wurde vier Wochen spĂ€ter eines Besseren belehrt, als es fĂŒr Dynasty PĂ©ji erneut kein Verlieren gab und sie dabei keine Geringere, als die amtierende “Cornulier”-Zweite Granvillaise Bleue in die Schranken wies. Nun soll der nĂ€chste Treffer folgen, was rein wetttechnisch diesmal natĂŒrlich etwas weniger an Rendite einbringen, angesichts der starken Besetzung dieses Feldes aber immer noch lukrativ genug sein dĂŒrfte. 

Weltrekordlerin am Start

Zu schlagen gilt es dabei u.a. die Titelverteidigerin. 5 FLORIDA SPORT (Mathieu Mottier) gewann vor fast auf den Tag genau einem Jahr dieses Rennen ebenfalls in 10,4 und bewies damit ihre Vorliebe fĂŒr die Sprintstrecke, die ein knappes halbes Jahr spĂ€ter bei ihrem ĂŒberragenden Sieg am Elitloppet-Wochenende in Solvalla noch stĂ€rker zum Vorschein kam. Mit 1:09,8 / 1640 Meter egalisierte die Stute dabei die erstmalig 2018 von Be Mine de Houelle ebenfalls in der MontĂ©-Eliten aufgestellte Weltrekordzeit, die im gleichen Rennen drei Jahre spĂ€ter bereits von Stall Oberkrachers Dreambreaker erstmalig eingestellt wurde. Aktuell empfohlen ist Florida Sport zumindest rein vom Formenspiegel nicht direkt, doch sind die beiden jĂŒngsten Leistungen vor dem Sulky natĂŒrlich einzig als Vorbereitung fĂŒr die angestrebte Titelverteidigung zu werten. 

Herausforderer

Mit 9 FREEMAN DE HOUELLE (Foto, Eric Raffin), der im Juni dieses Jahres eine Ă€hnlich konzipierte PrĂŒfung in 10,1 gewann und damit den historischen Rekord von Bilibili und Etonnant ĂŒber diese Distanz (jeweils 10,0  – aufgestellt im Prix de l`Île de France 2020) nur knapp verfehlte, ist ein weiterer anerkannter Sprinter mit von der Partie. Nach einigen gesundheitlichen Problemen, die seine nicht ganz ĂŒberzeugenden Vorstellungen in den letzten Monaten erklĂ€ren, dĂŒrfte der Hengst nun wieder stĂ€rker einzuschĂ€tzen sein. 8 CHALIMAR DE GUEZ (Jean-Yann Ricart) ist ebenfalls bevorzugt auf dem kurzen Weg zu Hause, was auch auf 4 DIAMANT DE LARRE (Benjamin Rochard) zutrifft, der in diesem Sommer eine recht erfolgreiche Skandinavien-Kampagne absolvierte und die Reise in seine Heimat ĂŒberdies mit zwei frischen Siegen im GepĂ€ck antreten wird. Der bereits seit einigen Monaten von Henk Grift vorbereitete und auch im Besitz des niederlĂ€ndischen Trainers stehende Vorjahres-Sechste gewann mit Deutschlands Abonnement-Championesse Ronja Walter zunĂ€chst am Hamburger Grand Prix-Meeting, sowie wenige Wochen spĂ€ter am “Giganten”-Renntag in Wolvega, doch warten auf den Wallach diesmal wieder deutlich stĂ€rkere Gegner. 

Der erst in seiner ersten Saison unter dem Sattel aktive 3 DIMO D`OCCAGNES (Adrien Lamy) war hingegen bislang ausschließlich auf deutlich lĂ€ngeren Strecken unterwegs und auch ĂŒberwiegend erfolgreich. 2175 Meter bedeuten fĂŒr den vom spanischen Trainer Antonio Ripoll Rigo vorbereiteten Wallach Neuland.

pferdewetten.de-Tipp: 2 Dynasty PĂ©ji – 5 Florida Sport – 9 Freeman de Houelle  chancenreicher Außenseiter: 8 Chalimar de Guez