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Vincennes am Sonntag: Wer hat den lÀngsten Atem im Prix de Paris?

(dip) SteherqualitĂ€ten werden besonders gefragt sein, wenn es fĂŒr die 14 Teilnehmer am letzten Sonntag des diesjĂ€hrigen Wintermeetings im “Prix de Paris” (Gruppe I, 400.000 €, 4150 Meter) ĂŒber eine selbst fĂŒr französische VerhĂ€ltnisse ungewohnt lange Distanz gehen wird. Ausdauer und Stehvermögen werden Trumpf sein und zu aufwĂ€ndige VerlĂ€ufe angesichts der mehr als vier Kilometer Strecke sollten tunlichst vermieden werden, um am Ende die Nase vorn haben zu können. Wer es letzten Endes sein wird, ist angesichts dieser besonderen Situation natĂŒrlich nicht exakt zu prognostizieren, zumal bei diesem Marathon ganz sicher auch die fahrerische Komponente eine besonders wichtige Rolle spielen kann. FĂŒr Spannung wird allein schon deshalb gesorgt sein, weil gleich vier, der ersten fĂŒnf aus dem Prix d`AmĂ©rique mit von der Partie sein werden. Und da dieses Rennen auch noch die QuintĂ©-PrĂŒfung des Sonntags sein wird und ein 500.000 €-Jackpot in der FĂŒnferwette lockt, wird dieser sportliche Leckerbissen auch beim wettenden Publikum großen Anreiz finden. 

Prix de Paris = Prix Jean-Michel Bazire?

Jean-Michel Bazire hat in seiner langen und erfolgreichen Karriere mit dem Prix de Paris bislang ĂŒberwiegend gute Erfahrungen gemacht. Allein fĂŒnfmal gewann er als Trainer diesen Klassiker, im Sulky selbst brachte er es bereits auf sieben volle Erfolge (dreimal mit Jardy, sowie jeweils zweimal mit Up and Quick und BĂ©lina Josselyn), womit er genauso oft erfolgreich war, wie der unvergessene Ourasi-Trainer Jean-RenĂ©-Gougeon. Ein weiterer Sieg wĂŒrde JMB also zum alleinigen Rekordhalter dieses Marathons werden lassen, was angesichts seiner Fahrt mit dem amtierenden Prix d`AmĂ©rique-Sieger 13 HOOKER BERRY (Jean-Michel Bazire) auch keineswegs aus der Luft gegriffen erscheint. 

BestÀndigkeit

Wie schon am letzten Januar-Sonntag bekommt es der Hengst mit der seinerzeit Zweitplatzierten 11 AMPIA MEDE SM (Franck Nivard) zu tun, die sich dafĂŒr zwei Wochen spĂ€ter im Prix de France schadlos halten konnte. Schon im vergangenen Jahr war die formstarke Italienerin auch in diesem Rennen mit dabei und am Wettmarkt sogar favorisiert, doch nach sehr viel Pech in der entscheidenden Phase musste sie letztlich mit Rang vier vorlieb nehmen. Das große Plus der Stute ist neben ihrer enormen FlexibilitĂ€t vor allem die Konstanz, denn die auf wirklich allen möglichen Distanzen einsetzbare und dort auch stets abliefernde Stute enttĂ€uschte bei ihren Auftritten auf dem Plateau de Gravelle nur ganz selten. Gesteigert werden kann diese Kombination nur durch 12 HOHNECK (François Lagadeuc), der bei 46 Lebensstarts lediglich einmal nicht unter den Top Five landete, was sich auch in den diesjĂ€hrigen Highlights fortsetzte. Im Prix de France endete er als Dritter, zuvor im “AmĂ©rique” wurde er knapp hinter 3 HIP HOP HAUFOR (Christian Bigeon) FĂŒnfter, womit er sein Vorjahresergebnis aus dem Millionenrennen wiederholen konnte. Ein Hauch von negativer BestĂ€ndigkeit muss in diesem Rennen dagegen 14 FLAMME DU GOUTIER (ThĂ©o Duvaldestin) ungewollt fĂŒr sich beanspruchen, denn die zweifache Cornulier-Siegerin ist in den vergangenen beiden Jahren in dieser PrĂŒfung jeweils disqualifiziert worden. Dass die mit fast 1,6 Millionen Euro gewinnreichste Teilnehmerin im Feld diesen Start einer schwarzen Serie gerne durchbrechen möchte und ihr dies auch zuzutrauen ist, steht ebenso wenig zur Diskussion wie die Tatsache, dass ihr die hier verlangte Distanz nichts ausmachen wird.

Starke SechsjÀhrige

Speziell fĂŒr das Profil des Bigeon-SchĂŒtzlings sollte diese ultralange Strecke förderlich sein, was nicht minder auf seinen AltersgefĂ€hrten 5 HUSSARD DU LANDRET (BenoĂźt Robin) zutrifft. Der wie Hip Hop Haufor, Hohneck und Hooker Berry aus dem starken H-Jahrgang hervorgehende SechsjĂ€hrige, dessen Vater Bird Parker sich ĂŒbrigens 2018 in die Siegerliste dieses Rennens eintragen konnte, gewann im vergangenen Jahr mit dem CritĂ©rium des 5 ans ein Gruppe I-Rennen und konnte bereits dort seine Vorliebe fĂŒr den lĂ€ngeren Weg unter Beweis stellen. DarĂŒber hinaus kommt mit dem aktuellen Doppelsieger 4 HOKKAIDO JIEL (David Thomain) ein weiterer Vertreter aus der Generation der 2017 geborenen französischen Pferde an den Ablauf, der sich momentan in absoluter Top-Form befindet und ebenfalls viel Ehre fĂŒr diesen außergewöhnlich starken Jahrgang einlegt.

Vier AuslÀnder

Neben Ampia Mede SM ist mit 9 ZARENNE FAS (Nicolas Bazire) ein weiterer Italiener mit dabei, doch ist der mittlerweile sowohl im Fahren, als auch im Reiten zum Einsatz kommende Hengst hinter Hooker Berry ziemlich eindeutig die zweite Farbe des Bazire-Teams. Auch der belgische Hengst 6 JERRY MOM (Matthieu Abrivard), der seinen letzten Start im “Cornulier” hatte, wechselt in schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit die Disziplinen. Trotz starker Hand geht der Hengst nach Lage der Dinge als Außenseiter in diese PrĂŒfung hinein, doch werden ihm zumindest die knapp vier Kilometer Rennstrecke in die Karten spielen. Völliges Neuland bedeutet der hier verlangte Weg hingegen fĂŒr 8 HONEY MEARAS (Björn Goop), die schwedische Interessen vertritt. Trainer Daniel RedĂ©n ließ unter der Woche in einem Interview verlauten, dass die Stute im FrĂŒhjahr gedeckt werden soll und am Sonntag ihr letztes Rennen in Vincennes bestreiten wird.

pferdewetten.de QuintĂ©-Tipp: 13 Hooker Berry – 11 Ampia Mede SM – 5 Hussard du Landret – 3 Hip Hop Haufor – 12 Hohneck  chancenreicher Außenseiter: 14 Flamme du Goutier