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Donnerstag in Caen: Prominenten-Treffen in der QuintĂ© – Comeback von Etonnant – Letzter Frankreichstart von Ce Bello Romain

(dip) Wenn man es nicht besser wĂŒsste, dass es sich bei diesem Rennen tatsĂ€chlich nur um eine bescheiden dotierte Course D-PrĂŒfung handelt, wĂŒrde man es angesichts der geradezu sensationell starken Besetzung kaum glauben. Doch dank der Handicap-Ausschreibung, die zudem auch noch auslĂ€ndischen Startern den Weg in diese PrĂŒfung ermöglicht, erlebt das Hippodrome de la Prairie in der nordfranzösischen UniversitĂ€tsstadt Caen eine derart spektakulĂ€re Besetzung, dass der “Prix de Cauvicourt” (Course D, 35.000 €, 2200 Meter) trotz der verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig mageren Dotation nicht nur zu einem absolut sportlichen top act mutiert, sondern entgegen ursprĂŒnglicher Planungen auch kurzerhand als QuintĂ©-PrĂŒfung auserkoren wurde. 

Herausragend ist natĂŒrlich das mit Spannung erwartete Comeback des Ausnahmetrabers Etonnant (Foto), doch ist der DoppelmillionĂ€r wahrlich nicht der einzige prominente Name in diesem 16-köpfigen Feld. 

RĂŒckkehr des Elitloppet-Siegers

Nachdem er aufgrund einer erst relativ spĂ€t diagnostizierten Lyme-Borreliose den Prix d`AmĂ©rique nicht wahrnehmen konnte, beginnt die Saison 2023 fĂŒr 2 ETONNANT (Alexandre Abrivard) in diesem Jahr praktisch erst mit zweimonatiger VerspĂ€tung. Nach erfolgreicher Behandlung soll der letztjĂ€hrige Elitloppet-Sieger seinen Vorjahreserfolg im optimalen Fall am letzten Mai-Sonntag in Schweden wiederholen, wozu es natĂŒrlich einiger Vorbereitungsrennen bedarf. Wie einige andere Trainer von Spitzenpferden hat auch Etonnant-Coach Richard Westerink dieses Autostart-Rennen ĂŒber 2200 Meter fĂŒr seinen SchĂŒtzling entdeckt, womit der erste Schritt hinsichtlich des erklĂ€rten Ziels gemacht werden soll. ErwartungsgemĂ€ĂŸ noch mit Eisen antretend muss der in Caen bislang noch ungeschlagene Timoko-Sohn diesmal allerdings auf seinen etatmĂ€ĂŸigen Fahrer Anthony Barrier, der noch bis einschließlich Freitag ein Fahrverbot absitzen muss, verzichten. Mit der Verpflichtung von Formfahrer Alexandre Abrivard wurde aber fĂŒr mehr als nur ausreichend Ersatz gesorgt.

Abrivard in Top-Form

Der 29-JĂ€hrige, der im abgelaufenen Wintermeeting sage und schreibe fast 100 Rennen gewinnen konnte, schwimmt nach wie vor auf einer riesigen Welle des Erfolges. Wo immer er auch aufschlĂ€gt sammelt er sowohl im Fahren, als auch im Reiten Siege, als sei es das Normalste der Welt. Nachdem er mit der ĂŒberragenden Stute Hanna des Molles im Prix des Centaures am Schlusstag der großen Wintersaison den 99. und letzten Treffer markieren und mit der SechsjĂ€hrigen zugleich den dritten gemeinsamen Gruppe I-Sieg innerhalb des Meetings feiern konnte, hat sich der momentan in beiden Disziplinen mit großem Vorsprung fĂŒhrende Alexandre Abrivard auch anschließend keine Pause gegönnt, wie sein Arbeitsnachweis der vergangenen Woche eindrucksvoll widerspiegelt. Gleich bei den ersten beiden Veranstaltungstagen in Caen gelangen ihm am Montag und Donnerstag jeweils drei volle Erfolge, bevor es es am Samstag bei einem Sieg beließ, um tags darauf in Meslay-du-Maine gleich wieder doppelt zu punkten. 

Ein Stelldichein von großen Namen

Neben Etonnant, der mit ĂŒber zwei Millionen Euro Gewinnsumme auch der gewinnreichste Teilnehmer im gesamten Feld ist, tauchen noch einige weitere große Namen in dieser AuftaktprĂŒfung am Donnerstag auf. FĂŒr einen von ihnen wird dieser Auftritt zugleich der letzte in seiner Heimat sein, denn fĂŒr den elfjĂ€hrigen 6 CE BELLO ROMAIN (Mathieu Mottier) ergeben sich nach dem 31.MĂ€rz gemĂ€ĂŸ Reglement keinerlei Startmöglichkeiten mehr in Frankreich. Allein schon aus diesem Grund wird der knapp 900.000 Euro schwere Wallach, der dieses Rennen schon im letzten Jahr gewinnen konnte, bestens prĂ€pariert in diese Aufgabe gehen. Mit Mathieu Mottier, mit dem es bereits zwei gemeinsame Siege gab, sowie komplett ohne Eisen in das Projekt Titelverteidigung gehend, wird der letzte Frankreich-Auftritt des 25-fachen Siegers so oder so ein ganz besonderer werden.
Eine mindestens Ă€hnlich große Nummer in diesem Rennen ist der Italiener 7 CAPITAL MAIL (Gabriele Gelormini), der in seiner Heimat absolute Jahrgangsspitze verkörpert und auch in Paris schon einige ordentliche Gastspiele abgab. Der Derbyzweite von 2021, der sich bei seinem jĂŒngsten Auftritt in Vincennes immerhin einen neuen Rekord von 10,8 holen konnte, ist hier ebenso ein QuintĂ©-Kandidat, wie ein gut aufgelegter 5 ELVIS DU VALLON (Eric Raffin). Der VorjahresfĂŒnfte dieses Rennens tritt diesmal in der Hand des französischen Champions an, der den gesperrten Stammfahrer David Thomain im Sulky vertritt. Der neunjĂ€hrige Hengst kommt sowohl auf den kĂŒrzeren Distanzen, als auch auf dem Rechtskurs in Caen bestens zurecht und wird bei einem passendem Verlauf seine Chance suchen. Mit dem dreimal hintereinander in allerdings qualitativ etwas schwĂ€cher besetzten Aufgaben in Belgien zum Zuge gekommenen 9 CYRIEL D`ATOM (Hanna Huygens), sowie dem ehemaligen Cleangame-StallgefĂ€hrten 1 DUEL DU GERS (Matthieu Abrivard) vervollstĂ€ndigt sich die Liste der prominenten Namen, die diese auf den ersten Blick eher unscheinbar wirkende und von der Dotation her als “Allerweltsrennen” durchgehende PrĂŒfung in Wirklichkeit zu einem Schaulaufen diverser Stars, und diesen 35.000er zu einem verkappten Grupperennen werden lassen. 

Überraschungskandidaten

Ob diese vierbeinigen Heroen, die dieses Rennen zumindest teilweise auch als Testlauf fĂŒr wichtigere Aufgaben ansehen und demnach auch ganz sicher nicht bis zur letzten Patrone schießen werden, letzten Endes auch in der QuintĂ© unter sich bleiben werden, bleibt abzuwarten. Bei der Suche nach möglichen Alternativen oder etwaigen Pferden mit Überraschungspotenzial könnte man bei 16 IMPRESSIONIST (Louis Baudron) fĂŒndig werden. Der erst fĂŒnfjĂ€hrige Ready Cash-Sohn ist leider nicht der BestĂ€ndigste und wirft immer mal wieder Galoppaden ein, ist aber rein lĂ€uferisch durchaus in der Lage, vorne mitzumischen. Da die höchste Startnummer auf dieser eher kurzen Distanz aber alles andere als ein Vorteil ist, wird die Aufgabe fĂŒr den Hengst natĂŒrlich nicht leichter. 

Auch 11 FLAUBERT GEDE (Alexis Collette), der ohnehin nur sehr selten enttĂ€uscht, es in der Regel aber auch sonst nicht mit solchen HochkarĂ€tern der Marke Etonnant zu tun bekommt, könnte ĂŒberraschungstechnisch gesehen ein Objekt der Begierde sein, zumal ihm auch die LinienfĂŒhrung in Caen entgegenkommt. Mit dem in starker Hand antretenden 4 DEXTER CHATHO (François Lagadeuc), der eigentlich sogar mehr als nur ein Außenseiter ist, könnte man als Spekulationsobjekt fĂŒr die FĂŒnferwette ebenfalls sehr gut leben.

Der Start dieses 1.Rennens in Caen soll am Donnerstag planmĂ€ĂŸig um 13.50 Uhr erfolgen.

pferdewetten.de-QuintĂ© Tipp: 2 Etonnant – 6 Ce Bello Romain – 7 Capital Mail – 5 Elvis du Vallon – 1 Duel du Gers  chancenreicher Außenseiter: 11 Flaubert GĂ©dĂ©