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Mittwoch in Mons: Tournee-Auftakt und Tag 3 der Fahrer-WM

(dip) Es ist wieder soweit! Auch in diesem Jahr findet mit der Tour EuropĂ©en du Trotteur Français (kurz: TETF) wieder die Europatour der französisch gezogenen Traber statt, die sich in diesem Jahr allerdings in einem etwas anderen Gewand prĂ€sentieren wird. 

5 Qualifikationen in 5 LĂ€ndern

Erstmals finden nunmehr nicht nur vier, sondern fĂŒnf QualifikationslĂ€ufe statt, bevor es dann wie gehabt Ende Oktober zum großen Finale nach Mons gehen wird. Die belgische Stadt in der Wallonie feiert in diesem Jahr zudem auch ihre Premiere als Austragungsort der ersten Etappe und löst damit Wolvega ab, wo es am 27.August mit dem zweiten Lauf weitergehen wird. Anschließend nimmt der Tross dann seinen gewohnten Weg ĂŒber Avenches (10.9.), Son Pardo (24.9.) und Gelsenkirchen (8.10.) auf, bevor dann am 22.10. in Mons der Gesamtsieger ermittelt wird.

Neuer Modus

Neu wird in diesem Jahr auch der Qualifikationsmodus sein, der sich deutlich vereinfacht darstellen wird. Die jeweils ersten drei, der fĂŒnf Etappen erhalten automatisch ein Finalticket fĂŒr den 22.Oktober, was die in der Vergangenheit zum Teil recht mĂŒhseligen, weil durch diverse Faktoren (z.B. HĂ€ufigkeit der Teilnahme oder doppelte Punktevergabe auf der letzten Etappe) zusĂ€tzlich erschwerten Rechnereien ablöst. Analog dem Prix d`AmĂ©rique-Modus, wo die ersten drei Pferde der vier “B”-LĂ€ufe ihre Tickets ebenfalls automatisch gebucht bekommen, wird nun auch in der Frankreich-Tour verfahren, was allein schon aus GrĂŒnden der Übersichtlichkeit auf sehr viel Zuspruch treffen dĂŒrfte. 

Eher deutlich weniger Zustimmung wird hingegen die in diesem Jahr verĂ€nderte Dotation der TETF finden. Nachdem die vier Etappen 2022 jeweils noch mit je 50.000 € dotiert waren, steht nunmehr jeweils nur noch die HĂ€lfte darĂŒber. Auch im Finale werden nicht mehr die gewohnten 100.000 € zur AusschĂŒttung kommen, sondern 50.000 €.

Doppelter Titelverteidiger am Start

Zum Tour-Auftakt, der am Mittwoch in Mons gleich zum Auftakt der Veranstaltung um 18.17 Uhr der Prolog zu den anschließend folgenden fĂŒnf LĂ€ufen zur Fahrer-WM sein wird, gibt sich mit 4 Eclat de Gloire (Loris Garcia) auch der Gesamtsieger der Jahre 2021 und 2022 die Ehre. Der regelrecht zum Tour-Experten mutierte Wallach gewann in den vergangenen zwei Jahren gleich beide FinallĂ€ufe und blickt somit auf eine 100%-Ausbeute auf dem exakt 1.079 Meter langen Linkskurs in Mons zurĂŒck. Auf dem angestrebten Weg zum Hattrick bekommt es der NeunjĂ€hrige am Mittwoch u.a. gleich mit zwei hochkarĂ€tigen Vertretern aus dem Gastgeberland  zu tun, die sicherlich selbst mit großen Ambitionen auf den Toursieg unterwegs sein werden. Mit 1 Ce Bello Romain (Jules van den Putte) wird ein in der Vergangenheit mehrfach international erprobter MillionĂ€r ebenso motiviert in das Rennen gehen wie 2 Cyriel d`Atom (Hanna Huygens), der in Belgien schon 32 mal gewinnen konnte. 

Prominente Namen

Besonders reizvoll ist diese erste Etappe vor allem durch die Anwesenheit des einen oder anderen prominenten Namens, den man vor gar nicht langer Zeit noch in den Gruppe-Rennen in Vincennes gesehen hat. Herausstechend ist diesbezĂŒglich der Auftritt von 8 Diable de Vauvert (Bertrand de Beller), der ĂŒber die wohl beste Klasse im gesamten Feld verfĂŒgt und nach seiner langen verletzungsbedingten Pause nun wieder Fuß zu fassen versucht. Im vergangenen Jahr gelangen dem ZehnjĂ€hrigen zwei Gruppe I-Siege im Prix de Paris und im Harper Hanovers Lopp, wo er u.a. Pferde wie Prix d`AmĂ©rique-Sieger Davidson du Pont oder Etonnant hinter sich ließ. Nach fast einjĂ€hriger Pause gab der Hengst erst im Juni ein mehr als zufriedenstellendes Comeback in Vincennes und könnte nun schon deutlich weiter sein.
Tour-Neuling ist auch 3 Fric du ChĂȘne (J.R. Declercq), der sich ebenfalls in den letzten Wochen in Frankreich noch auf teilweise höchstem Parkett bewegte und sich nun in ungewohnter Hand in diesem Wettbewerb prĂ€sentiert. Alles andere als ein Neuling ist natĂŒrlich der viermalige Prix d`AmĂ©rique-Siegfahrer Jos Verbeeck, der selbstverstĂ€ndlich auch zwingend zu den prominenten AushĂ€ngeschildern dieses Prologs in seinem Heimatland zĂ€hlt. Der 66-jĂ€hrige “diable belge” ist mit 7 Doux Parfum am Start. Mit Maik Esper, der mit 11 El Santo Haufor mit von der Partie sein wird, hat der diesjĂ€hrige Auftakt zur Tour EuropĂ©en du Trotteur Français erfreulicherweise auch eine deutsche Komponente.

pferdewetten.de-Tipp: 1 Ce Bello Romain – 8 Diable de Vauvert – 2 Cyriel d`Atom  chancenreicher Außenseiter: 4 Eclat de Gloire

WM-Halbzeit

Waren nach dem ersten WM-Tag in Wolvega mit Peter McMullen (Australien) und Doug McNair (Kanada) noch zwei Fahrer an der Spitze gleichauf gewesen und hatten zwischen dem dritten und achten Platz nur acht Punkte gelegen, sieht es nach den fĂŒnf Gelsenkirchener LĂ€ufen völlig anders aus. Nach einer Gala mit drei Siegen und zwei zweiten PlĂ€tzen katapultierte sich Titelverteidiger Rick Ebbinge (Foto, Niederlande) an die Spitze und fĂŒhrt mit 103 Punkten schon scheinbar uneinholbar, wĂ€hrend Hanna Huygens (Belgien) auf Platz zwei mit 69 Punkten nur einen vor McMullen liegt und dahinter fĂŒnf ebenfalls nur durch Mini-AbstĂ€nde getrennte Fahrer folgen. Goldhelm Michael Nimczyk startete in Gelsenkirchen gut und kĂ€mpfte sich vorĂŒberhend ins Mittelfeld, um dann nach zehn von 20 LĂ€ufen mit 49 Punkten wieder auf den 9. Rang zurĂŒckzufallen. FĂŒr einen Top 3-Platz ist sicher noch nichtrs verloren, aber wenn jemand Ebbinge noch abfangen will, wird alles fĂŒr ihn/sie und gegen den NiederlĂ€nder laufen mĂŒssen.