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Es ist vorbei (?)

Was war das für ein großartiges Rennsportwochenende, das nun hinter liegt. Lasst uns gemeinsam in Erinnerungen schwelgen und die letzten Tage Revue passieren lassen. Es ging schon großartig los, denn der Sieg von Frankie Dettori im Coronation Cup war magisch. Ihr wisst, dass ich ein blinder Dettori-Fan bin, aber Frankie hat im Sattel von Emily Upjohn einfach gezaubert und eine Performance gezeigt, die nicht von dieser Welt war. Im Prix de l’Arc de Triomphe ist die Stute nun natürlich favorisiert. Ihr könnt sie aber immer noch zum einem Kurs von 110:10 wetten. Frankie hat aber übrigens nicht nur bei seinem letzten Coronation Cup zugeschlagen, sondern hat gleich noch einmal nachgelegt und mit Soul Sister auch noch die Oaks gewonnen. Die Stute könnt ihr im Arc derzeit zu einem Festkurs von 200:10 wetten. Wichtiger ist aber noch, dass sich Frankie Dettori als Legende aus Epsom verabschiedet hat.

Vorbei ist auch das französische Derby, das mit Ace Impact einen Sieger hervorbracht hat, den wir mit Blick auf den Arc ebenfalls auf dem Schirm haben sollten. Auf dem Langzeitmarkt gibt es für ihn einen Kurs von 150:10. Während unser Champ Bauyrzhan Murzabayev zwar im Derby kein Wörtchen mitzureden hatte, konnte er an diesem Wochenende auf Gruppe- und Listenebene punkten und hat sich in der Gruppe der Spitzenjockeys mehr als etabliert. Die Findungsphase ist also vorbei.

Vorbei sind leider auch die Rennen in Singapur. Die Nachricht, dass dort 2024 Schluss sein soll, hat mich zutiefst schockiert, denn ich dachte immer, nur hier in Europa gehen die Lichter bald aus. Ich war fest davon überzeugt, dass es in Asien immer weitergeht. Wie können wir verhindern, dass uns in Deutschland ein ähnliches Schicksal erwartet? Die Antwort ist, wir müssen Geschichte schreiben und Stars kreieren.

Dieses Prinzip haben Eduardo „Eddie“ Pedroza und Habana verstanden und in Düsseldorf über die Meile gleich einmal einen neuen Bahnrekord aufgestellt. Die Nachricht, dass die Fährhoferin die bisherige Rekordzeit gebrochen und sich den Sieg in den 1000 Guineas so leicht und locker geholt hat, muss ich mir erst noch einmal auf der Zunge zergehen lassen. Immerhin gehört Eddie zu meiner Generation Jockeys, genau wie Andrasch, unser Priester, Starke oder der Fliegende Holländer Adrie de Vries. Man macht die schnelle Bahn für die bahnbrechende Zeit verantwortlich, es sieht aber so aus, als hätten wir hier eine Ausnahmestute, die gemeinsam mit Eddie zu einem Gesicht für den Rennsport werden könnte. Es muss also noch nicht vorbei sein, wenn wir weiterkämpfen.

Wenn ihr noch etwas wetten wollt, empfehle ich euch eine Wette auf André Fabre und unseren Champ, der am morgigen Dienstag um 18:00 Uhr in der Quinte Rathmore sattelt. Die Formen überzeugen mich zwar nicht ganz, aber der Meistertrainer weiß was er tut und der Reiter ist natürlich ein Pluspunkt. Eine dreistellige Quote für ein Pferd aus dem Fabre-Quartier gibt es auch nicht alle Tage. Meine Meinung.