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Zu Besuch bei Silke BrĂŒggemann

Nach den mehr oder weniger treffsicheren Vorhersagen fĂŒr St. Moritz begebe ich mich lieber weiter auf die Suche nach ein paar guten Wett-Tipps und Pferden fĂŒr meinen Merkzettel, den ich dann heraushole, wenn die grĂŒne Saison beginnt. Ein Pferd, das man vor allem auf der Sandbahn noch auf seinem Wettschein haben sollte, steht bei Silke BrĂŒggemann in Warendorf im Training. Welches das ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Silke BrĂŒggemann hat zurzeit drei Pferde in Training. Ich interessiere mich natĂŒrlich besonders fĂŒr Orthos, der regelmĂ€ĂŸig in Mons lĂ€uft und den ich bei seinem letzten Start auch angesagt habe. Der fĂŒnfjĂ€hrige Dabirsim-Sohn kommt bei drei Starts in Belgien nun auf einen Sieg sowie einen zweiten und einen dritten Platz. Genug Können also, um uns etwas mit ihm zu beschĂ€ftigen, zumal am Donnerstag auch wieder Rennen in Mons anstehen.

Orthos sollte eigentlich von Silke BrĂŒggemann als Reitpferd vermittelt werden, bevor er in den Stall kam. Sie entschied sich aber es noch einmal als Rennpferd zu versuchen. Nach acht Starts in Deutschland, bei denen der Wallach ein wenig Kleingeld verdiente, riet ihr unsere Sandbahnexpertin Anna van den Troost dazu, es mit Orthos einmal in Ghlin zu versuchen. Diese Bahn scheint ihm sehr zu liegen und er wird auch weiterhin dort an den Start kommen. Bei seinen Platzierungen war er beide Male nur knapp geschlagen. Im Sommer wird Orthos dann vor allem dort eingesetzt, wo er guten Boden vorfindet. Eine echte Sieg-Ansage wollte Silke BrĂŒggemann zwar nicht machen, doch trotzdem rechnet man eigentlich schon auch am Donnerstag mit einem guten Laufen. Orthos sollte man also nicht auslassen, wenn man an der Kasse sein will.

Zindai ist ein wenig „speziell“ wie es die Trainerin nennt. Der neunjĂ€hrige Manduro-Sohn wird vor allem in den Amateurrennen eingesetzt werden. Im letzten Jahr konnte der Wallach in Magdeburg ein Rennen dieser Art ĂŒber 2050 Meter gewinnen. Bei ihm hofft man auf einige Platzierungen und vielleicht auch auf einen Volltreffer sowie in 2021.

Bei Charming Factor ist sich Silke BrĂŒggemann noch nicht sicher, wohin die Reise geht. Möglicherweise wird der fĂŒnfjĂ€hrige Schimmel einen Platz als Reitpferd bei BrĂŒggemanns bekommen, denn der Wallach hat innerhalb der Familie einen besonderen Stellenwert. Charming Factor befand sich eigentlich nur im Pre-Training bei Silke BrĂŒggemann als ihre Mutter verstarb. Zu dieser Zeit ritt ihr Vater Bernhard (70) jeden Tag und das Pferd half ihm ĂŒber diese schwere Zeit hinweg. Aufgrund dessen bat sie den Besitzer Dr. Stihl Carming Factor bis nach der Beisetzung im Stall zu lassen. Nur wenige Tage nach diesem Versprechen verstarb er selbst. So blieb der The Factor-Sohn im Besitz der BrĂŒggemanns.

Auch wenn es nur drei Pferde sind, bin ich definitiv fĂŒndig geworden. Orthos und Mons das passt. Meine Meinung.