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Das ist Champions League

5 von 8. Das ist die grandiose Bilanz vom Renntag in Köln. Somit habe ich jetzt auch genug Taschengeld, um alle meine Favoriten in München zu spielen. Und dieser Renntag in München hat es auch wirklich in sich. Der Große Dallmayr-Preis ist so stark besetzt wie nie. Das ist wahre Champions League.

Los geht es um 10:50 Uhr mit einem Rennen für Zweijährige über 1400 Meter. Peter Schiergens Winning Spirit hat in Hamburg als zweiter zu Power Daddy alles richtiggemacht. Nachdem der damalige Sieger im Kölner Auktionsrennen dritter wurde, wird Winning Spirit hier als Favorit an den Start gehen. Die Gegnerin ist Bint Al Karma aus dem Stall von Andreas Wöhler. Die Holy Roman Emperor-Tochter hat aber im Gegensatz zu dem Hengst noch keine Rennerfahrung. Immerhin avancierte Bint Al Karmas Mutter Star Lahib unter der Regie von Wöhler zur Gruppesiegerin in Frankreich.

Auch im Rennen für Dreijährige über 2000 Meter gehe ich mit einem Pferd, das in Hamburg zweiter war. Weston aus dem Stall von Andreas Suborics könnte kaum eine bessere Papierform mitbringen.

Im Ausgleich III über 2200 Meter gebe ich Testa Diva noch eine Chance, die ich schon bei ihrem Comeback in Hamburg auf dem Schein hatte. Dabei absolvierte sie ihren ersten Start seit November 21, weit weg war sie als fünfte aber nicht. Yasmin Almenräders Stute sollte sich verbessert vorstellen.

Das vierte Rennen ist ein anständig besetzter Ausgleich II über 2000 Meter. New Wizard bringt ebenfalls eine gute Form aus Hamburg mit, denn er wurde sogar vierter im Ausgleich I. Der Schützling von Roland Dzubasz war dabei nicht einmal weit geschlagen. Wenn er diese Leistung erneut abrufen kann, dann sollte er auch den Favoriten Flying Rocket schlagen können. Ich platziere meine Wette deswegen auf New Wizard, auch wenn es mir schwerfällt gegen Louis zu wetten, der immerhin mein letzter Sieger in Longchamp war.

Duke of Arabia bekommt von mir ebenfalls noch eine Chance, nachdem er in Hoppegarten auf meinem Schein war und „nur“ fünfter wurde. Im Ausgleich IV über 1600 Meter tritt der Wallach aus dem Stall John Hillis mit Heimvorteil an. Außerdem tritt er mit dem Fliegengewicht von 53,5 Kilo an, das könnte dieses Mal zum Sieg reichen.

Ungewöhnlich für München ist ein Ausgleich IV über 2800 Meter. Meine Favoritin ist Always Music, die richtig galoppieren kann. Über diese Distanz könnte sie ihre Steherqualitäten voll ausspielen. Jutta Mayers achtjährige Stute steht sogar unter ihrer letzten Siegmarke. Mit Wladi Panov hat sie außerdem einen Topjockey an Bord.

Das siebte Rennen ist der Höhepunkt des Tages. Der Große Dallmayr-Preis ist der Gruppe I-Klassiker über 2000 Meter. Ich erinnere mich gerne an meinen Sieg in dieser Prüfung mit Guiliani im Jahr 2015 zurück. Wenn ich auf das Münchener Starterfeld schaue, kann ich mit allem Respekt behaupten, dass ich froh sein kann, dass Rennen damals gewonnen zu haben. Wenn man sich die Siegerliste des Dallmayr-Preises anschaut, findet man aber auch unter den Jockeys ziemlich viele große Namen. Nur einer fehlt: Christophe Soumillon. Einreihen könnte er sich im Sattel von Ebaiyra, einer Stute aus dem Besitz des Aga Khan, die von Francis Henri Graffard trainiert wird. Wenn ich diese Farben nur sehe, erstarre ich in Ehrfurcht. Einmal im Leben durfte ich sie selbst tragen und diesen Tag werde ich nie wieder vergessen. Allein aus diesem Grund denke ich, dass Ebaiyra die Siegerin sein wird. Die Stute bringt aber außerdem auch ganz starke internationale Formen mit. In München könnte es für die zum ersten Gruppe I-Treffer reichen. Andreas Schützt schickt außerdem Dawn Intello nach München, auf dessen Rücken sich kein Geringerer als Altmeister Gerald Mossé schwingen wird. Dazu Wöhler, Schiergen, Grewe, Hickst und Suborics. Das ist echte Champions League. Am wichtigsten ist aus deutscher Sicht natürlich, dass der amtierende Derbysieger Sammarco seinen ersten Start nach Hamburg absolviert. Für uns heißt es also Sammarco-Caps auf!

Nur kurz nach diesem Highlight geht es im Ausgleich III über 1600 Meter weiter. Welcome Lips (Eva Fabianova) geht von 2800 Meter zurück auf die Meile, zeigte auf dieser Distanz aber auch schon gute Formen. Die Erlaubnis von Gavin Ashton sowie die lange Münchner Zielgerade sollten dem Wallach entgegenkommen.

Das letzte Rennen richtet sich dann noch einmal an Dreijährige und führt über 1600 Meter. Alaska Tiger kehrt zu der Stätte seines größten Erfolges zurück, denn der Hengst aus dem Stall von Stefan Richter gewann hier im letzten Jahr ein Auktionsrennen. Bei seinem letzten Start zeigte er als vierter im Ausgleich II gegen die älteren Pferde eine starke Leistung. Er ist also wieder da und wird unser Geld sicher nach Hause bringen. Meine Meinung.