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Op Jück sin

Zwei Veranstaltungsorte an einem Tag sind wir im deutschen Galopprennsport schon fast nicht mehr gewohnt. Noch ungewöhnlicher ist es aber, dass das Highlight nicht in Köln, sondern in Magdeburg ausgetragen wird. Mit dem Jubiläumsrenntag findet im Herrenkrug nämlich zum zweiten Mal in der Geschichte des Magdeburger Rennvereins ein Grupperennen statt. Das heißt aber nicht, dass wir in Köln keinen guten Sport geboten bekommen und Köln in der zweiten Liga spielt: Immerhin sind sogar Arc- und Derbysiegreiter Rene Piechulek und unser Fliegende Holländer in Weidenpesch und sorgen ab 10:50 Uhr in neun Rennen bestimmt für gute Stimmung. Op Jück sin heißt übrigens einfach „unterwegs sein“. Wäre das nicht auch einmal ein schöner Name für eines Ihrer Pferde Herr Renz?

Los geht es mit einem Rennen für Zweijährige über 1200 Meter, in dem mit Koelle ein Pferd an den Start geht, der sicherlich viele Fans in der Domstadt haben wird. Meine Wahl fällt aber nicht auf den Starter von Peter Schiergen und den Ritt unseres Helden von Horn, Rene Piechulek, sondern auf Rocket Science aus dem Stall von Henk Grewe. Mit der Erfahrung sollte die Stute mit Lukas Delozier im Sattel locker voraus sein.

Weiter geht es mit einem gut besetzten Rennen für dreijährige Pferde über die Meile. Hier möchte ich durch Frinton aus dem Formstall von Janina Reese mit Formjockey Wladi Panov einen Sieg für Hannover sehen. Frinton hat noch nichts verkehrt gemacht und zeigte beim letzten Start in Köln hinter Pyrus eine starke Leistung. Mit dem Sieg von Pyrus in Hamburg wurde diese Form auch noch extrem aufgewertet.

Waldi Panov sehe ich auch im Ausgleich IV über 1600 Meter als erstes die Ziellinie passieren. Armin Weidlers Jazzy Socks ist gut genug für eine solche Aufgabe und ich sehe keinen Grund, warum das nicht gehen sollte.

In Überform reitet auch der beste Schwergewichtsjockey der Welt Robin Weber. Im Ausgleich III über 1600 Meter bekommt er von Trainer Albert Kästner sogar noch 1 Kilo Mehrgewicht garantiert, weil er weiß, was der Junge wert ist. Macan kann so etwas auch.

Das Früh Kölsch-Rennen, ein Ausgleich I über 1850 Meter, ist das Hauptereignis des Tages. Wie ihr wisst, bin ich Freund und Fan des Gestüt Hof Iserneichen und Prof. Dr. Sybrecht. Siluto kommt zum ersten Mal mit Seitenblendern an den Start und Anna van den Troost kennt den Hengst aus der täglichen Arbeit bei Yasmin Almenräder. Natürlich wird es schwer, gegen Pferde wie La Loire, aber ich bin überzeugt, dass Siluto hier gewinnen kann. Obendrauf gibt es eine anständige Quote.

Im Amateurrennen, einem Ausgleich IV über 2200 Meter, wäre es blöd, nicht mit unserer Championesse Antonia von der Recke und Heracleides zu gehen. Die Papierform könnte kaum besser sein.

Chili Valentino kennt eigentlich keine schlechten Formen und hätte schon lange nicht mehr sieglos sein dürfen. Im E-Rennen über 1850 Meter wird der Wallach von Romy van der Meulen es so leicht vorfinden wie noch nie.

Erneut beinhaltet die Karte ein Araberrennen und ich gehe blind mit dem Fliegenden Holländer Adrie de Vries, der ein Araber-Spezialist ist und Papillion aus dem Stall von Gerard Zoetelief, einem der führenden Trainer auf diesem Gebiet.

Zuletzt haben wir noch ein E-Rennen über 2200 Meter vor der Brust. Es wäre eine Sensation, wenn Sainte Marie aus dem Stall von Magic Marcel Weiß nicht gewinnt. Meine Meinung.